Mindestens zwei Tote nach russischem Angriff auf Krywyj Rih
Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Großstadt Krywyj Rih sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Vier weitere wurden demnach verletzt, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand in einem Krankenhaus behandelt wird. Der Regionalgouverneur Olexander Hanscha teilte auf Telegram mit, bei den Todesopfern handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem zynischen und militärisch sinnlosen Angriff auf ein gewöhnliches Wohnhaus. Nach dem Ende der dreitägigen Feuerpause am Montag töte Russland erneut Menschen in der Ukraine, schrieb er auf X. Der Druck auf Moskau dürfe deshalb keinesfalls nachlassen. Nur entschlossener gemeinsamer Druck sowie eine weitere Stärkung der Ukraine, insbesondere durch den Ausbau der Luftabwehr, könnten Russland zu ernsthaften diplomatischen Schritten für einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Gewalt bewegen.
Heimatstadt Selenskyjs erneut im Visier
Krywyj Rih, im Zentrum der Ukraine gelegen, ist die Geburtsstadt Selenskyjs und war bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. Russland führt seit mehr als vier Jahren einen verheerenden Krieg gegen das Nachbarland.
US-Präsident Donald Trump hatte nach Angaben aus Washington auf Bitte Moskaus eine Feuerpause von Samstag bis Montag vermittelt. Das russische Verteidigungsministerium erklärte am Dienstag, die sogenannte militärische Spezialoperation werde seit Tagesanbruch fortgesetzt. So bezeichnet Russland offiziell seinen Krieg gegen die Ukraine.
Die ukrainische Führung drängt seit Langem auf eine längere Waffenruhe, um Verhandlungen über einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung zu ermöglichen. Moskau hatte Feuerpausen zuletzt stets nur rund um wichtige Feiertage gewährt. Im aktuellen Fall stand offenbar im Vordergrund, die Militärparade am Samstag in Moskau zum Gedenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg ohne Störungen abhalten zu können.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion