Trump meldet Tötung von Anführer der Gang Tren de Aragua
Nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ist der Chef der venezolanischen Verbrecherorganisation Tren de Aragua, Niño Guerrero, bei einem Militäreinsatz der USA getötet worden. Auf seiner Plattform Truth Social sprach Trump von einem „schnellen und tödlichen Schlag“ und erklärte, die venezolanische Regierung habe den Einsatz unterstützt.
Trump bezeichnete Guerrero als führenden Kopf der Bande und nannte Tren de Aragua eine der brutalsten Terrorgruppen weltweit. Seine Regierung hatte die Organisation zusammen mit anderen kriminellen Netzwerken aus Lateinamerika als ausländische Terrororganisation eingestuft.
Die Gang wird mit Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Menschenhandel in Verbindung gebracht. Ursprünglich in Venezuela aktiv, hat sie ihren Einfluss inzwischen auch auf weitere Länder Lateinamerikas sowie auf die USA ausgeweitet.
Konkrete Details dazu, wann und wo Guerrero ums Leben kam, nannte Trump nicht. Seine Hinweise auf eine enge Zusammenarbeit mit „Freunden in Venezuela“ deuten jedoch darauf hin, dass der Angriff dort stattgefunden haben könnte.
Video zeigt mutmaßlich Luftangriff
Zu seinem Beitrag veröffentlichte Trump außerdem ein kurzes Video, das offenbar einen Luftangriff auf ein Gebäude zeigt. Nach dem Einschlag ist zunächst ein Feuerball zu sehen, danach steigen dichte Rauchwolken auf.
Trump erklärte weiter, Mitglieder von Tren de Aragua könnten sich weder in Venezuela noch anderswo verstecken. Die Vereinigten Staaten würden Mörder und Drogenbosse aufspüren und zur Rechenschaft ziehen.
Die US-Justiz hatte Guerrero, der mit vollem Namen Hector Rusthenford Guerrero Flores heißt, bereits im Dezember in Abwesenheit angeklagt. Für Hinweise, die zu seiner Festnahme führen, war eine Belohnung von fünf Millionen Dollar ausgesetzt worden.
Der damalige Staatsanwalt Jay Clayton hatte Guerrero als zentrale Figur hinter dem Aufstieg von Tren de Aragua beschrieben: von einer Gefängnisbande zu einer international agierenden kriminellen und terroristischen Organisation.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion