Politik

Trauer um Aiwanger: Freie Wähler vereint

Schock und stille Tränen: Nach dem plötzlichen Tod ihres Vorsitzenden kamen die Freien Wähler in München zusammen.

07.11.2026, 14:58 Uhr

Freie Wähler gedenken in München ihres verstorbenen Parteichefs

Nach dem unerwarteten Tod ihres Vorsitzenden Hubert Aiwanger sind Vertreter der Freien Wähler aus Bayern und dem Bund in München zu einem gemeinsamen Gedenken zusammengekommen.

Im Prinz-Carl-Palais trugen sich führende Parteimitglieder in ein Kondolenzbuch ein, darunter Bundesgeneralsekretär Gregor Voht sowie der stellvertretende Bundesvorsitzende Manfred Petry. Angestoßen worden war das gemeinsame Abschiednehmen vom bayerischen Generalsekretär Hans Martin Grötsch. Auch Landtagsabgeordnete und Landräte sollten daran teilnehmen.

In einer großformatigen Traueranzeige würdigte die Partei Aiwanger als engen Freund und langjährigen politischen Begleiter. Zugleich betonten die Freien Wähler, man werde in Dankbarkeit und Trauer zusammenrücken und die politische Arbeit in seinem Sinne fortsetzen – mit einem klaren Fokus auf sachbezogene Politik im Dienst der Bürger.

Eine Diskussion über personelle Konsequenzen oder mögliche Nachfolgeregelungen stand bei dem Treffen jedoch ausdrücklich nicht auf der Tagesordnung. Der Generalsekretär machte deutlich, dass dafür jetzt nicht der richtige Zeitpunkt sei. Auch aus der Bundespartei hieß es, allenfalls organisatorische Fragen und ein möglicher zeitlicher Ablauf könnten Thema sein.

Aiwanger war am Mittwoch leblos in einem Berliner Hotelzimmer entdeckt worden. Nach ersten Erkenntnissen der Obduktion starb der 55-Jährige ohne Hinweise auf Fremdeinwirkung, teilte die Berliner Staatsanwaltschaft mit. Weitere rechtsmedizinische Untersuchungen dauern demnach noch an.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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