Eine Woche nach dem islamistisch motivierten Angriff auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin sind im britischen Küstenort Brighton Zehntausende Menschen zur diesjährigen Pride-Parade zusammengekommen. Die Veranstaltung steht diesmal unter dem Motto „The Power of Love“.
Die Pride in Brighton gehört zu den größten Veranstaltungen in Großbritannien für Menschen, deren sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität von traditionellen Mehrheitsvorstellungen abweicht. Das Event wird seit 35 Jahren ausgerichtet. Die Parade endet nahe eines Parks, in dem das zweitägige Festival „Pride on the Park“ stattfindet. Als Hauptacts sind am Samstag die britische Sängerin Raye („Love Of Your Life“) und am Sonntag die US-Musikerin Diana Ross („Upside Down“) angekündigt. Nach Angaben der Veranstalter werden am Wochenende mehrere Hunderttausend Besucherinnen und Besucher erwartet.
Auch in anderen europäischen Städten wie Hamburg, Amsterdam und Stockholm fanden am Samstag Pride-Veranstaltungen statt. Die schwedische Künstlerin Efva Attling sagte der Nachrichtenagentur TT mit Blick auf die Tat in Berlin, es sei entsetzlich, dass so etwas geschehen könne. Zugleich betonte sie, der Tag zeige, wie stark die Gemeinschaft zusammenstehe. Unsicher fühle sie sich nicht.
In Berlin hatte der islamistische Täter Abdul B. am vergangenen Samstag mit einem Auto mehrere Menschen erfasst und mutmaßlich weitere mit einer Machete angegriffen. Eine Frau aus Polen kam dabei ums Leben, 31 Menschen wurden verletzt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber