Die Senioren-Union von CDU und CSU dringt auf einen stärkeren Schutz für Menschen, die mit dem digitalen Wandel nicht Schritt halten können oder wollen. Der bayerische Landesvorsitzende der CSU-Senioren-Union, Franz Meyer, betonte, gesellschaftliche Solidarität bedeute auch, jene zu berücksichtigen, die weiterhin analog leben. Digitalisierung und Künstliche Intelligenz seien zwar grundsätzlich zu begrüßen, dürften aber nicht zu Benachteiligungen älterer Menschen führen. Nach Ansicht der Senioren-Union muss deshalb jedem digitalen Angebot eine gleichwertige analoge Möglichkeit gegenüberstehen. Auch Bargeld solle als Zahlungsform uneingeschränkt erhalten bleiben.
Viele Ältere wollen bewusst analog bleiben
Die Senioren-Union sieht in der Digitalisierung einen tiefgreifenden Umbau der Gesellschaft, der durch den Einsatz von KI zusätzlich beschleunigt werde. Mit ihrer sogenannten Münchner Erklärung wollen die Senioren von CDU und CSU darauf hinweisen, dass viele ältere Menschen weiterhin in einer analogen Lebenswelt zuhause sind. Werden zentrale Dienstleistungen ausschließlich digital angeboten, führe das aus ihrer Sicht dazu, dass ein Teil der Bevölkerung von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen wird.
Mehr Hilfe und zugängliche Angebote gefordert
Der Bundesvorsitzende der Senioren-Union, Hubert Hüppe, forderte zudem gezielte Unterstützung für ältere Menschen. Digitale Anwendungen müssten so gestaltet sein, dass sie leicht zugänglich sind und sicher genutzt werden können. Es gehe darum, Ausgrenzung durch digitale Lösungen klar zu benennen. Meyer kündigte an, man wolle vor allem Fälle thematisieren, in denen Barzahlung nicht mehr möglich ist. Gleichzeitig unterstütze die Senioren-Union aber auch digitale Technologien, die älteren Menschen konkret helfen können, etwa im Pflegebereich.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion