US-Richter weist Maxwells Anfechtung zurück
Ghislaine Maxwell, langjährige Vertraute des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, bleibt weiter in Haft. Ein US-Bundesrichter hat ihren Versuch abgewiesen, gegen Schuldspruch und Strafmaß vorzugehen.
Maxwell hatte die Aufhebung ihrer Verurteilung sowie eine Neubewertung ihrer Strafe beantragt. Aus Gerichtsunterlagen geht hervor, dass sie argumentierte, ihre verfassungsmäßigen Rechte seien sowohl während des Prozesses als auch bei der Strafzumessung mehrfach verletzt worden.
Richter Paul Engelmayer wies diese Darstellung jedoch deutlich zurück. In seiner Begründung erklärte er, Maxwells Vorwürfe seien sämtlich unbegründet, viele davon zudem kaum ernst zu nehmen. Die von ihr angeführten Belege seien überwiegend ohne Bedeutung und stützten ihre Behauptungen über Verfahrensfehler nicht.
Maxwell war im Jahr 2022 zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Sie sitzt ihre Strafe derzeit in einem Bundesgefängnis im US-Bundesstaat Texas ab.
Nach dem Urteil spielte sie eine zentrale Rolle in einem Netzwerk zum sexuellen Missbrauch von Mädchen. Demnach half sie Epstein dabei, Mädchen und junge Frauen anzuwerben und ihm zuzuführen. Epstein, dem über Jahre hinweg systematischer Missbrauch Minderjähriger vorgeworfen wurde, starb 2019 nach offiziellen Angaben durch Suizid in seiner Gefängniszelle.
Bereits 2025 war Maxwell vor dem Obersten Gerichtshof der USA gescheitert. Damals hatten ihre Anwälte erreichen wollen, dass gerichtlich festgestellt wird, sie hätte gar nicht erst verurteilt werden dürfen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber