Politik

Panne im Paradies: Regierungsjet sitzt fest

AfD-Politiker entdeckt Bundeswehr-Jet auf den Seychellen – was hinter der mysteriösen Panne im Urlaubsparadies steckt.

16.08.2026, 17:36 Uhr

Bundeswehr-Jet wegen Technikproblem auf den Seychellen gestrandet

Ein Flugzeug der Flugbereitschaft der Bundeswehr steht seit mehreren Tagen auf den Seychellen. Hintergrund ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums jedoch keine Reise von Regierungsmitgliedern, sondern ein ungeplanter Zwischenstopp während eines Trainingsfluges.

Demnach war eine Bombardier Global 5000 von Ägypten zur französischen Insel Réunion im Indischen Ozean unterwegs, als ein technischer Defekt auftrat. Deshalb musste die Maschine auf dem Inselstaat außerplanmäßig landen. An der Reparatur werde derzeit gearbeitet, erklärte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage.

An Bord befand sich ausschließlich die Crew. Der Besatzung gehe es gut, hieß es weiter.

Trainingsflüge für besondere Bedingungen

Solche Übungsflüge sind laut Ministerium wichtig für die Aus- und Fortbildung der Crews. Dabei werden unter anderem Flüge über unkontrollierten Luftraum, spezielle Anflugverfahren sowie Einsätze unter besonderen klimatischen Bedingungen trainiert. Dazu zählen etwa Flüge in Äquatornähe, in der Innertropischen Konvergenzzone und bei großer Hitze.

Die Flugbereitschaft untersteht dem Verteidigungsministerium. Sie befördert regelmäßig den Bundeskanzler, Ministerinnen und Minister, den Präsidenten des Bundestags sowie weitere Vertreter der Bundesrepublik im In- und Ausland.

Foto auf X sorgte für Spekulationen

Öffentliche Aufmerksamkeit bekam der abgestellte Jet, nachdem der AfD-Bundestagsabgeordnete Malte Kaufmann ein Bild der Maschine auf der Plattform X veröffentlicht hatte. Der Politiker, der sich nach eigenen Angaben selbst im Urlaub auf den Seychellen befindet, vermutete zunächst eine nicht angekündigte Reise des Kanzlers oder eines Ministers.

Luftwaffe Bombardier Global 5000
Eine Bombardier Global 5000 – hier in heimischen Gefilden zu sehen. (Archivbild) Quelle: Oliver Berg/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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