Nordkorea meldet Test eines Streusprengkopfs für Marschflugkörper
Nordkorea hat nach eigenen Angaben einen Streusprengkopf für einen strategischen Marschflugkörper erprobt. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete, fanden die Tests bereits am Montag statt. Erst wenige Tage zuvor, am 31. Oktober, hatte Pjöngjang einen ähnlichen Sprengkopf für eine taktische ballistische Rakete getestet.
Damit meldet das Land innerhalb kurzer Zeit Versuche mit zwei verschiedenen Raketensystemen. Im Unterschied zu ballistischen Raketen bewegen sich Marschflugkörper in niedriger Höhe und lassen sich auch während des Fluges weiter lenken. Streumunition setzt zahlreiche kleine Sprengkörper über ein größeres Gebiet frei. Wegen ihrer kaum kontrollierbaren Wirkung ist sie international geächtet. Hinzu kommt, dass Blindgänger noch lange nach einem Angriff eine ernste Gefahr für Zivilisten darstellen können.
Nach nordkoreanischen Angaben soll der nun getestete Sprengkopf eine Fläche von fünf bis sechs Hektar verwüsten können. Unabhängig überprüfen lassen sich diese Informationen derzeit nicht. Auch bleibt unklar, ob das System bereits einsatzfähig ist und über welche Reichweite es verfügt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber