Schlag gegen mutmaßliche Schleusergruppe bei Prag
Ermittler aus Traunstein haben nach eigenen Angaben einen bedeutenden Erfolg im Kampf gegen eine mutmaßliche Schleuserbande erzielt. Im Großraum Prag seien vier Personen festgenommen worden. Drei von ihnen hätten per europäischem Haftbefehl gesucht worden, teilten Staatsanwaltschaft und Bundespolizei mit.
Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand besteht der dringende Verdacht, dass die Gruppe zwischen Februar 2024 und Februar 2026 Hunderte Menschen in völlig überfüllten Autos und Kleintransportern über Grenzen gebracht hat. Die Behörden sprechen von insgesamt 32 Fahrten, bei denen 349 Menschen geschleust worden sein sollen, darunter auch Kinder. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, dabei das Leben und die Gesundheit der ungesichert transportierten Personen erheblich gefährdet zu haben.
Die Durchsuchungen in Tschechien waren den Angaben zufolge Teil eines internationalen Einsatzes, an dem Ermittler aus Tschechien, Lettland und Deutschland beteiligt waren. Rund 150 Polizeikräfte und Fahnder waren im Einsatz. Insgesamt wurden sieben Objekte in Prag und Umgebung durchsucht.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber