Zwei mutmaßliche frühere IS-Kämpfer in Bayern festgenommen
In Bayern sind zwei Männer festgenommen worden, die vor rund zehn Jahren der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angehört haben sollen. Wie die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mitteilten, wurde ein 28-jähriger Iraker bereits am 23. Juli in Traunreut im Landkreis Traunstein gefasst. Am Dienstag nahmen Ermittler zudem in Weiden in der Oberpfalz einen 46-jährigen Syrer fest. Beide sitzen inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach Angaben der Behörden stehen die beiden Fälle nicht in direktem Zusammenhang. Auf die Spur der Verdächtigen kamen die Ermittler demnach durch eine sogenannte IS-Mitgliederliste sowie durch weitere ausgewertete Daten. Der Iraker soll zwischen Januar und September 2016 in verschiedenen IS-Einheiten im Irak und in Syrien aktiv gewesen sein. Dem Syrer wird vorgeworfen, im Jahr 2016 sowohl in Kampfeinheiten der Terrormiliz als auch bei der IS-Polizei eingesetzt gewesen zu sein.
Beiden Männern wird zur Last gelegt, für ihre Tätigkeit regelmäßige Zahlungen vom IS erhalten zu haben. Gegen sie besteht der Verdacht der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung. Nach deutschem Strafrecht können auch Unterstützungsleistungen für ausländische Terrororganisationen strafrechtlich verfolgt werden. Für beide Beschuldigte gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber