ZdK dringt auf Frauen-Gipfel im Vatikan
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) setzt sich für ein internationales Treffen im Vatikan zur Rolle von Frauen in der Kirche ein. Nach einem Beschluss der Vollversammlung in Würzburg will das Gremium dazu auch das Gespräch mit der Deutschen Bischofskonferenz suchen.
Aus Sicht des ZdK zeigen sowohl die Ergebnisse der Weltsynode als auch die Erfahrungen des Synodalen Wegs in Deutschland klar, dass Frauen in der Kirche weiterhin benachteiligt werden. Vor allem bei der Anerkennung ihrer Begabungen, ihrer Berufung und ihres Beitrags in unterschiedlichen Bereichen des kirchlichen Lebens gebe es nach wie vor erhebliche Hürden.
In der katholischen Kirche dürfen derzeit ausschließlich Männer zu Priestern, Bischöfen oder Diakonen geweiht werden. Dadurch bleiben Frauen viele Leitungsämter weiterhin verschlossen.
Kritik an der Auswahl biblischer Texte
Zudem befasste sich das ZdK mit der Darstellung von Frauen in den biblischen Lesungen. Nach Ansicht des Komitees kommen zahlreiche weibliche Figuren der Bibel in der geltenden Leseordnung kaum oder gar nicht vor. Teilweise würden ihre Glaubenszeugnisse und Lebenserfahrungen durch gekürzte Textfassungen ausgeblendet.
Das ZdK fordert deshalb als ersten, rasch umsetzbaren Schritt eine Überprüfung der aktuellen Leseordnung.
Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken vertritt die nicht geweihten Mitglieder der katholischen Kirche in Deutschland.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion