Politik

FBI: Schüsse nahe dem Weißen Haus!

Schüsse nahe dem Weißen Haus: Das FBI schlägt Alarm – was genau passiert ist, bleibt vorerst ein Rätsel.

24.05.2026, 01:00 Uhr

In unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses in Washington ist es zu einem tödlichen Schusswechsel gekommen. Nach Angaben des Secret Service zog ein mutmaßlicher Angreifer eine Waffe aus einer Tasche und eröffnete das Feuer. Sicherheitskräfte erwiderten die Schüsse und trafen den Verdächtigen. Er wurde später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Auch ein unbeteiligter Passant wurde bei dem Vorfall verletzt. Bislang ist unklar, ob er von Schüssen des Verdächtigen oder vom Feuer der Einsatzkräfte getroffen wurde. Nach Angaben des Secret Service wurde kein Beamter verletzt.

Trump war im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump hielt sich zum Zeitpunkt des Vorfalls nach offiziellen Angaben im Weißen Haus auf. Später bedankte er sich auf der Plattform Truth Social bei seinen Sicherheitskräften für deren "schnelles und professionelles Eingreifen". Zudem schrieb Trump, der Angreifer habe eine gewalttätige Vergangenheit gehabt und sei möglicherweise von dem Weißen Haus besessen gewesen.

Dort hatte Trump am Samstag Ortszeit unter anderem Gespräche über ein mögliches Abkommen für ein Ende des Iran-Kriegs geführt.

Nach den Schüssen war rund um das Weiße Haus ein großes Aufgebot von Sicherheitskräften zu sehen. Einzelne Bereiche wurden für Passanten abgesperrt.

Vorfall an der Nordwestseite des Geländes

Der Schusswechsel ereignete sich laut Secret Service am Samstag nach 18.00 Uhr Ortszeit unmittelbar nordwestlich des Weißen Hauses an der Kreuzung von Pennsylvania Avenue und 17. Straße. Auf der Nordseite können Passanten dem Gelände besonders nahe kommen, da die Regierungszentrale dort nur durch einen Gitterzaun getrennt ist und gut eingesehen werden kann.

Reporter auf dem Gelände des Weißen Hauses berichteten von Schussgeräuschen. Das FBI bestätigte später, dass Schüsse gefallen waren. ABC News zufolge räumte der Secret Service daraufhin den nördlichen Rasenbereich. Journalisten wurden angewiesen, sich umgehend in den Presseraum des Weißen Hauses zu begeben. CBS News berichtete unter Berufung auf Ermittlerkreise von insgesamt 15 bis 30 Schüssen.

Motiv weiterhin unklar

Ob der mutmaßliche Schütze versuchte, zum Weißen Haus vorzudringen, ist bislang offen. Auch zu seinem Motiv machten die Behörden zunächst keine näheren Angaben. Der Secret Service leitete eine Untersuchung ein.

Medienbericht: 21-Jähriger soll Schütze gewesen sein

Zur Identität des mutmaßlichen Angreifers gab es zunächst keine offiziellen Angaben. CNN berichtete unter Berufung auf nicht genannte Quellen, es habe sich um einen 21 Jahre alten Mann gehandelt.

Dem Sender zufolge soll es bereits im Sommer 2025 einen Zwischenfall mit dem Secret Service gegeben haben, bei dem er eine Zufahrt zum Weißen Haus blockiert habe. Unter Berufung auf eine Quelle aus Justizkreisen berichtete CNN zudem, der Mann sei danach zur Begutachtung in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen worden. Später soll ein Richter ihm verboten haben, sich dem Gelände des Weißen Hauses zu nähern. Offiziell bestätigt wurden diese Angaben zunächst nicht.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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