Politik

CDU-Spitze drängt Aigner ins Rennen

Aigner fürs Schloss Bellevue? Jetzt drängt auch das CDU-Präsidium – und plötzlich wächst die parteiübergreifende Unterstützung.

05.11.2026, 12:55 Uhr

Scharrenbach wirbt für Aigner als Kandidatin der Union für das Bundespräsidentenamt

CDU-Präsidiumsmitglied und NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach hat sich dafür ausgesprochen, Ilse Aigner (CSU) als gemeinsame Bewerberin der Union für das Amt der Bundespräsidentin ins Rennen zu schicken. Gegenüber dem Handelsblatt sagte sie, eine Kandidatur Aigners wäre ein Gewinn für Deutschland. Scharrenbach beschrieb die bayerische Landtagspräsidentin als bodenständig und als Gegenpol zur oft hektischen Berliner Politik. Zudem traue sie ihr zu, zu vermitteln und integrierend zu wirken.

Für Aigner hatten sich bereits mehrere prominente Politikerinnen und Politiker starkgemacht. Dazu zählen Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne), die drei ostdeutschen CDU-Regierungschefs sowie Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Scharrenbach wertete es als positives Signal, dass Aigner in der aktuellen Lage Rückhalt über Parteigrenzen hinweg erfahre.

Am 30. Januar 2027 tritt in Berlin die Bundesversammlung zusammen, um eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger für Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu wählen. Die CSU unterstützt eine Kandidatur Aigners bereits. Bundeskanzler und CDU-Vorsitzender Friedrich Merz hatte am Montag dafür plädiert, erstmals eine Frau ins höchste Staatsamt zu wählen, ohne jedoch einen konkreten Namen zu nennen. Eine Entscheidung wird Anfang kommender Woche erwartet, wenn CDU-Präsidium und Bundesvorstand über die Personalie beraten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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