Nach dem unerwarteten Tod des Vorsitzenden der Freien Wähler und bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger wollen Partei und Fraktion bis zum Wochenende über die nächsten Schritte entscheiden. Wie die Bundesvereinigung der Freien Wähler mitteilte, sollten bereits am Abend die zuständigen Vorstände auf Bundes- und Landesebene zusammenkommen. Zugleich betonte die Partei, dass sie durch ihre Generalsekretäre weiterhin vollständig arbeitsfähig bleibe.
Für das Wochenende ist in München ein gemeinsames Treffen des Bundesvorstands, des bayerischen Landesvorstands sowie der Landtagsfraktion geplant. Dort soll in geschlossener Runde das weitere Vorgehen abgestimmt werden.
„Arbeit im Sinne von Hubert Aiwanger fortsetzen“
In der Mitteilung würdigten die Freien Wähler Aiwanger als prägenden Politiker und langjährigen Wegbegleiter. Sein Tod sei nicht nur für die Partei, sondern auch für die politische Landschaft ein schwerer Verlust. Gleichzeitig kündigten sie an, ihre politische Arbeit in seinem Sinne weiterzuführen.
Aiwanger stand sowohl an der Spitze des Bundesverbands als auch des bayerischen Landesverbands der Freien Wähler. Ein Bundesparteitag, der für den 14. November vorgesehen war und bei dem er erneut als Bundesvorsitzender kandidieren wollte, soll nach Angaben des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Joachim Streit verschoben werden.
Laut dem Bericht war Aiwanger am Mittwochabend leblos in einem Hotel in Berlin gefunden worden. Die genaue Todesursache war zunächst unklar. Demnach soll er sich bereits tagsüber gesundheitlich angeschlagen gefühlt und deshalb einen Termin abgesagt haben. Für heute ist eine Obduktion vorgesehen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber