Nach Explosion in Regensburg: Suche nach zwei Vermissten erst nach Sicherung des Hauses
Einen Tag nach der schweren Explosion in einem Wohnhaus in Regensburg bereiten die Einsatzkräfte die Suche nach zwei vermissten Personen vor. Nach Angaben der Polizei muss das stark beschädigte Gebäude zunächst gesichert und stabilisiert werden, damit Helfer gefahrlos in den betroffenen Bereich gelangen können. Das Technische Hilfswerk arbeitete deshalb die ganze Nacht daran, einsturzgefährdete Gebäudeteile abzustützen.
Zur Identität der Vermissten äußerten sich die Behörden bislang nicht. Nach bisherigen Erkenntnissen werden beide jedoch in dem Haus vermutet.
Ursache der Explosion weiter unklar
Die Detonation hatte sich am frühen Mittwochmorgen ereignet und weite Teile des Mehrfamilienhauses zerstört. Vier Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht, eine Person erlitt schwerere Verletzungen. Außerdem zog sich ein Polizeibeamter eine Rauchvergiftung zu.
Noch ist offen, ob es sich um ein Unglück oder um eine absichtlich herbeigeführte Explosion handelt. Die Ermittler schließen derzeit unter anderem eine Gasexplosion nicht aus.
Spezialisten der Bereitschaftspolizei und des Bayerischen Landeskriminalamts sicherten Spuren am Unglücksort. Diese müssen nun ausgewertet werden. Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens machten die Behörden zunächst nicht.
Kompletter Gebäudeteil gesperrt
Einige Anwohner durften am Mittwoch kurzzeitig in ihre Wohnungen zurückkehren, um persönliche Dinge und das Nötigste für die Nacht zu holen. Das betroffene Haus gehört zu einem vierstöckigen Gebäudekomplex in Reihenbauweise, der vollständig gesperrt wurde.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, kamen die meisten Bewohner vorübergehend bei Freunden oder in Hotels unter. Für Menschen ohne Unterkunft bemühte sich die Stadt Regensburg über ihre Internetseite um zusätzliche Übernachtungsmöglichkeiten.
Die Feuerwehr Regensburg war am gesamten Mittwoch mit bis zu 150 Kräften im Einsatz. Unterstützt wurde sie vom Rettungsdienst und dem Technischen Hilfswerk mit rund 170 weiteren Helfern aus Bayern. Zudem waren mehr als 60 Polizisten vor Ort.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber