Politik

13,87 Milliarden: Diese Waffen-Deals sind jetzt durch

Milliarden für Kriegswaffen: Diese Länder profitieren besonders von deutschen Rüstungsexporten – die Liste überrascht.

15.07.2026, 15:32 Uhr

Deutlicher Anstieg bei genehmigten Rüstungsexporten im ersten Halbjahr

Die von der Bundesregierung genehmigten Rüstungsexporte haben in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres kräftig zugenommen. Nach vorläufigen Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden von Januar bis Juni Ausfuhren im Gesamtwert von 13,87 Milliarden Euro erlaubt. Damit liegt das Volumen bei mehr als dem Vierfachen des Werts aus dem ersten Halbjahr 2025.

Von der Gesamtsumme entfallen rund 9,6 Milliarden Euro auf Kriegswaffen. Weitere 4,3 Milliarden Euro betreffen sonstige Rüstungsgüter.

Mehr als 60 Prozent der genehmigten Ausfuhren beziehungsweise etwa 9 Milliarden Euro gingen an Staaten der EU, der Nato oder an eng verbundene Partnerländer. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte dieser Anteil noch bei 83 Prozent gelegen.

Größter Empfänger bleibt die Ukraine. Für sie wurden Ausfuhren im Umfang von 2,5 Milliarden Euro genehmigt. Das Land wird weiterhin finanziell und militärisch unterstützt, damit es sich im Krieg gegen Russland verteidigen kann. In der Statistik gilt die Ukraine jedoch als sogenanntes Drittland. Insgesamt beliefen sich die Genehmigungen für Lieferungen an Drittländer auf 4,9 Milliarden Euro.

Israel auf Rang sechs der Abnehmerstaaten

An zweiter Stelle der Empfängerländer stehen die USA mit genehmigten Importen deutscher Rüstungsgüter im Wert von 1,6 Milliarden Euro. Dahinter folgen die Niederlande, Tschechien und Litauen.

Israel belegt mit knapp 800 Millionen Euro Rang sechs. Es folgen Lettland mit rund 500 Millionen Euro sowie Norwegen, Estland und Slowenien, die mit etwas geringeren Werten ebenfalls zu den wichtigsten Abnehmern zählen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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