Zwei Rettungseinsätze für Kinder an Badesee in Schwaben
Am nördlichen Waldsee im Landkreis Neu-Ulm haben Einsatzkräfte der Wasserwacht Senden am Wochenende mehrfach Kinder derselben Familie vor einer möglichen Tragödie bewahrt. Zunächst entdeckten die Retter ein etwa drei Jahre altes Kind allein und ohne Aufsicht im hüfttiefen Wasser. Sie griffen umgehend ein und brachten das Kind ans Ufer, bevor es in einen tieferen Bereich geraten konnte.
Der Vater wurde anschließend eindringlich darauf hingewiesen, besser auf seinen Nachwuchs zu achten. Nach Angaben der Wasserwacht zeigte diese Warnung jedoch keine Wirkung. Nur wenige Stunden später mussten die Helfer erneut eingreifen: Zwei weitere Kinder der Familie, ungefähr fünf und sieben Jahre alt, gerieten in Not. Beide seien neben einem Steg mehrfach mit dem Kopf unter Wasser geraten und hätten den Boden unter den Füßen verloren.
Daraufhin empfahlen die Ehrenamtlichen der Familie, den Badesee zu verlassen. Dieser Aufforderung kam sie nach.
Die Wasserwacht Senden beklagte in diesem Zusammenhang erneut mangelnde Aufsicht durch Eltern an Badegewässern. Nach Einschätzung der Retter fehlen Kindern häufig geeignete Schwimmhilfen, die tatsächlich vor dem Ertrinken schützen können. Zudem seien nicht selten auch die Eltern selbst keine sicheren Schwimmer. Die Wasserwacht betonte, dass Schwimmnudeln oder aufblasbare Wassertiere kein verlässlicher Schutz vor dem Ertrinken seien.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber