Ein großer Waldbrand bei Plauen im Vogtlandkreis ist nach Angaben der Stadt inzwischen unter Kontrolle. Die Stadtverwaltung meldete am Mittwochmorgen erste Erfolge bei der Brandbekämpfung. Betroffen ist das Gebiet „Schwarzes Holz“, in dem das Feuer eine Fläche von rund sieben Hektar erfasst hat – das entspricht knapp zehn Fußballfeldern.
Lage am Morgen etwas stabiler
Nach Angaben der Stadt verschafften sich die Einsatzkräfte kurz vor 6 Uhr mit einer Drohne ein aktuelles Bild der Situation. Dabei zeigte sich, dass die offenen Flammen deutlich eingegrenzt werden konnten. Dennoch ist der Waldboden weiterhin stark aufgeheizt. Deshalb werden die Löscharbeiten voraussichtlich noch mindestens den gesamten Mittwoch andauern, vermutlich auch in der Nacht zur Kontrolle.
Löscharbeiten unter schwierigen Bedingungen
Die Feuerwehr bekämpft den Brand seit Dienstagabend unter äußerst schwierigen Umständen. Teile des Gebiets liegen an einem steilen Hang und sind für Feuerwehrfahrzeuge nicht zugänglich. Die Einsatzkräfte müssen sich daher zu Fuß vorarbeiten und die Schlauchleitungen Stück für Stück verlängern. Zusätzlich wurde eine Schneise in den Wald geschlagen, um die Flammen einzudämmen.
Erschwert wird der Einsatz außerdem durch viel Totholz, erklärte Feuerwehrchef Patrick Heinritz. Bei dem betroffenen Wald handelt es sich um einen Renaturierungswald, in dem umgestürzte Bäume bewusst liegen bleiben. Sie dienen dort als Lebensraum für Käfer und andere Insekten.
Hubschrauber und weitere Kräfte zur Unterstützung
Am Vormittag sollen Löschhubschrauber aus Dresden den Einsatz aus der Luft unterstützen. Bereits am Morgen wurden weitere Einsatzkräfte zur Verstärkung alarmiert. Nach Angaben der Stadt hilft den Feuerwehrleuten aktuell auch das feuchte und kühle Wetter vor Ort, das sich günstig auf die Löscharbeiten auswirkt.
Größter Brand seit rund 30 Jahren
Die Stadt spricht von einem der schwersten Feuerereignisse der vergangenen Jahrzehnte in der Region. Oberbürgermeister Steffen Zenner sagte, es handle sich um den größten Brand in Wäldern und auf Feldern seit rund 30 Jahren. Die Ursache des Feuers ist bislang noch unklar.
Bundesstraße wieder frei – Warnung an Anwohner bleibt
Die nahegelegene Bundesstraße 173 war wegen des Feuers stundenlang gesperrt, wurde am Morgen jedoch wieder für den Verkehr freigegeben. Die Stadt weist allerdings darauf hin, dass es durch Einsatzfahrzeuge weiterhin zu Einschränkungen kommen kann.
Anwohnerinnen und Anwohner in einem Umkreis von zwei Kilometern werden weiterhin gebeten, Türen und Fenster wegen der Rauchentwicklung geschlossen zu halten.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber