Sachsen

Nach Drohnenalarm: Wer jetzt den Flughafen bewacht

Nach Sprengstoff-Drohnenalarm in Leipzig/Halle zieht die Polizei nach – ein neues Radar soll Flugobjekte früh entlarven.

08.08.2026, 12:39 Uhr

Nach dem Vorfall mit einer sprengstoffbeladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle hat die Polizei dort einen besonderen Überwachungsposten mit Spezialradar eingerichtet.

Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen wurde die Technik auf der Besucherplattform des alten Towers montiert. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte auf Anfrage, aus einsatztaktischen Gründen würden dazu keine weiteren Details bekanntgegeben.

Wie das Portal „Tag24“ berichtet, soll es sich um ein EchoShield-Radarsystem handeln. Dieses kann demnach anfliegende Drohnen bereits aus größerer Entfernung erkennen und ihre Flugbahnen verfolgen.

Erst vor wenigen Tagen war auf dem Flughafengelände in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge eine mit Sprengstoff und Zünder bestückte Drohne entdeckt worden. Ein Mitarbeiter brachte das Gerät nach bisherigen Erkenntnissen zum Absturz.

Zudem kollidierte ein Flugzeug mit einem bislang unbekannten kleineren Flugobjekt – möglicherweise mit einer zweiten Drohne.

Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie eines gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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