Sachsen-Anhalt

AfD-Sieg schockt Wirtschaftsvereinigung

AfD-Sieg in Sachsen-Anhalt: Jetzt schlägt der vbw-Chef Alarm – und fordert von der Bundesregierung entschlossenes Handeln

07.09.2026, 09:33 Uhr

vbw alarmiert über AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) hat mit Besorgnis auf den Wahlerfolg der in Sachsen-Anhalt als rechtsextrem eingestuften AfD reagiert. vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt sprach von einem "erschreckenden" Resultat und mahnte, die Entwicklung müsse ein Weckruf für alle sein.

Nach Einschätzung Brossardts richtet die AfD erheblichen Schaden für Unternehmen in Deutschland und Bayern an. Sie gefährde Beschäftigung und handle gegen die langfristigen Interessen des Landes. Besonders kritisch sieht er die Haltung der Partei zur Europäischen Union und zum Euro, ihre in weiten Teilen prorussische Ausrichtung sowie ein nationalistisches und undemokratisches Weltbild. All das stelle das wirtschaftliche Fundament Deutschlands infrage, auf dem der Wohlstand beruhe.

Appell an die politischen Mitte

Brossardt forderte die Parteien der Mitte auf, verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Dafür brauche es aus seiner Sicht eine verlässlichere und entschlossenere Politik des Bundes, vor allem in wirtschaftlichen Fragen. Ziel müsse es sein, die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen spürbar zu verbessern.

Zuvor hatte bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den klaren Wahlsieg der AfD als historischen Wendepunkt bezeichnet. Im Radiosender Bayern 2 sagte der CSU-Vorsitzende, das Ergebnis sei eine echte Zäsur und in gewisser Weise sogar ein Epochenbruch.

Markus Söder
CSU-Chef Söder spricht von einer «Denkzettelwahl» in Sachsen-Anhalt. (Archivbild) Quelle: Sven Hoppe/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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