In einer Volksbank-Filiale im rheinland-pfälzischen Sinzig hat ein stundenlanger Großeinsatz der Polizei für Aufsehen gesorgt. Am frühen Nachmittag befreiten Spezialkräfte zwei Menschen aus einem verschlossenen Raum der Bank. Ob es sich tatsächlich um eine Geiselnahme handelte, ist nach Angaben der Ermittler weiterhin offen.
Was bislang bekannt ist
- Zwei Menschen befreit: Nach mehreren Stunden holten Spezialkräfte zwei Personen aus einem verschlossenen Raum der Bank. Von dem oder den mutmaßlichen Tätern fehlte am Nachmittag jede Spur.
- Mindestens ein Täter: Die Ermittler gehen derzeit von mindestens einer beteiligten Person aus, schließen weitere Täter aber nicht aus.
- Alarmierung am Morgen: Die Polizei wurde gegen 9.00 Uhr informiert. Ausgelöst wurde laut Behörden ein automatisierter Notruf, wie er bei Banken üblich ist.
- Möglicher Zugriff auf Bargeld: Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein Täter einen Mitarbeiter eines Geldtransportunternehmens abgepasst und ihm einen Behälter mit Bargeld abgenommen haben.
- Vermutete Flucht vor Eintreffen der Polizei: Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der oder die Täter die Filiale noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte verlassen haben könnten.
- Ein Opfer ist Fahrer eines Geldtransporters: Bei einer der betroffenen Personen handelt es sich laut Polizei um den Fahrer eines Geldtransporters. Zur Identität der zweiten Person machten die Behörden zunächst keine genaueren Angaben.
- Wohl keine Kunden betroffen: Nach bisherigem Stand befanden sich unter den Betroffenen vermutlich keine Kunden.
- Geldtransporter stand weiter vor der Filiale: Der vor der Volksbank abgestellte Geldtransporter war auch am Nachmittag noch vor Ort.
- Großaufgebot im Einsatz: Polizei und Rettungskräfte waren mit zahlreichen Kräften in Sinzig im Einsatz. Auch Spezialkräfte und ein Verhandlungsteam wurden hinzugezogen.
- Kein Kontakt zu den Tätern: Nach Polizeiangaben bestand während des gesamten Einsatzes kein Kontakt zu den mutmaßlichen Geiselnehmern.
- Rettungsstation eingerichtet: Das DRK und der Katastrophenschutz Ahrweiler richteten vorsorglich eine Rettungsstation ein.
- Betreuungsstelle für Anwohner: Für Menschen, die wegen der Sperrung nicht in ihre Wohnungen in der Absperrzone konnten, wurde eine Betreuungsstelle eingerichtet.
- Keine Gefahr für Unbeteiligte: Für Bürgerinnen und Bürger außerhalb der Absperrung bestand laut Polizei keine Gefahr. Auch Anwohner im abgesperrten Bereich sollten ihre Häuser vorsorglich nicht verlassen.
- Ort des Geschehens: Sinzig liegt in Rheinland-Pfalz, rund 26 Kilometer südlich von Bonn.
Was weiter unklar ist
- War es überhaupt eine Geiselnahme? Die Polizei muss noch klären, welcher genaue Tatvorwurf vorliegt. Im Raum stehen unter anderem Geiselnahme, Raub, Banküberfall oder Freiheitsberaubung.
- Zahl und Identität der Täter: Wie viele mutmaßliche Täter genau beteiligt waren, ist offen. Auch zu Alter, Geschlecht oder Nationalität gibt es bislang keine Angaben.
- Ablauf der Tat: Unklar ist, wie genau sich der Vorfall in der Filiale abgespielt hat. Die Ermittler setzen nun auch auf die Aussagen der beiden betroffenen Personen.
- Mögliche Beute: Zwar soll ein Bargeldbehälter entwendet worden sein, ob die Täter tatsächlich mit Geld entkamen, ist bislang aber nicht bestätigt.
- Ort der eingeschlossenen Opfer: Die Polizei dementierte nicht, dass die beiden Betroffenen möglicherweise im Tresorraum eingeschlossen waren, bestätigte dies jedoch auch nicht.
- Gesundheitszustand: Wie es den beiden befreiten Menschen genau geht, teilten die Ermittler zunächst nicht mit.
- Taktisches Vorgehen der Polizei: Zu den konkreten Maßnahmen während des Einsatzes machten die Beamten keine näheren Angaben.
- Bewaffnung: Ob und mit welchen Waffen die mutmaßlichen Täter ausgerüstet waren, ist bislang unklar.
Quelle: dpa/bearbeitet
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion