Bayern

Reiter nicht länger krankgeschrieben – Termin für Amtsübergabe weiter unklar

Der scheidende Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter ist auf dem Weg der Genesung. Die Amtsübergabe an seinen grünen Nachfolger Dominik Krause bleibt dennoch ungewiss. Was sind die Gründe?

21.04.2026, 12:02 Uhr

Der scheidende Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist nach Angaben einer Sprecherin nicht mehr krankgeschrieben. Er habe sich jedoch freigenommen, um sich weiter von seiner Erkrankung zu erholen.

Ob Reiter an der konstituierenden Sitzung des neuen Stadtrats am 11. Mai teilnehmen und seinem Nachfolger Dominik Krause (Grüne) die Amtsgeschäfte offiziell übergeben kann, ist weiterhin offen. Das hängt demnach davon ab, wie seine Genesung verläuft. Zuerst hatte die Abendzeitung darüber berichtet.

In der letzten Stadtratssitzung seiner Amtszeit am 29. April sollen laut dem Bericht unter anderem Reiters Nebentätigkeiten beim FC Bayern Thema sein. Die daraus erzielten Einnahmen in Höhe von insgesamt 90.000 Euro hat Reiter bereits gespendet. Jeweils die Hälfte des Betrags ging an die Spielstadt Mini-München sowie an das Fußballprojekt buntkicktgut. Damit setzte er ein Versprechen um, das er nach seinem überraschend schwachen Abschneiden im ersten Durchgang der Kommunalwahl im März gegeben hatte.

Abschied von den Münchnern weiter offen

Der 67-Jährige hatte sich seine Posten im Verwaltungsbeirat und im Aufsichtsrat nicht vom Stadtrat genehmigen lassen. Als die Kritik daran zunahm, legte er beide Ämter nieder und kündigte an, die Einnahmen zu spenden. Politisch konnte er das nicht mehr drehen: In der Stichwahl am 22. März verlor Reiter deutlich gegen den Grünen-Politiker Dominik Krause.

Seit er am Wahlabend das Ende seiner politischen Laufbahn angekündigt hatte, ist Reiter nicht mehr öffentlich aufgetreten. Wegen einer ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankung war er krankgeschrieben. Deshalb führt der designierte Oberbürgermeister Krause bereits die Amtsgeschäfte.

Wann und in welcher Form sich Reiter von den Münchnerinnen und Münchnern verabschieden wird, ist weiterhin unklar. Nach seiner Wahlniederlage hatte er erklärt, er wolle sich noch in geeigneter Form von der Stadt verabschieden und die Amtsgeschäfte persönlich an seinen Nachfolger übergeben.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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