Nach einer Bärensichtung im Gemeindegebiet von Thiersee in Tirol nahe der bayerischen Grenze gibt es bislang keine neuen Hinweise auf das Tier. Wie Bürgermeister Rainer Fankhauser (ÖVP) auf Anfrage mitteilte, sucht die Jägerschaft in der Umgebung weiterhin nach Spuren, bislang jedoch ohne Erfolg: Weder Haare noch Kot wurden entdeckt. Sollten in den kommenden Tagen keine weiteren Anzeichen auftauchen, geht die Gemeinde davon aus, dass der Bär lediglich auf der Durchreise war.
Gemeinde mahnt zur Vorsicht
Mehrere Medien hatten über den Vorfall berichtet. Die Gemeinde Thiersee informierte bereits am Montag auf ihrer Internetseite über die Sichtung und appellierte an die Bevölkerung, besonders aufmerksam zu sein. Hunde sollen draußen an der Leine bleiben. Außerdem wird geraten, Essensreste und Müll nicht im Freien liegen zu lassen, damit das Tier nicht angelockt wird.
Keine neuen Meldungen aus der Region
Nach Angaben des Bürgermeisters wurden auch aus den Nachbarorten sowie aus den grenznahen Gebieten in Bayern bisher weder weitere Sichtungen noch gerissene Nutztiere gemeldet. Ebenso lägen aus angrenzenden Regionen keine zusätzlichen Hinweise vor. Fankhauser betonte, es gebe derzeit keinen Grund zur Annahme, dass es sich um einen sogenannten Problembären handle. Auffällig geworden sei das Tier bislang nicht.
Die Gemeinde steht nach eigenen Angaben in engem Austausch mit den zuständigen Behörden des Landes Tirol. Wanderern und Ausflüglern rät Fankhauser, auf markierten Wegen zu bleiben und den Wald nicht abseits der Pfade zu durchqueren. Wo viel Betrieb herrsche, lasse sich ein Bär in der Regel nicht blicken.
Entdeckt worden war das Tier am Montagmorgen von Bauern im Berggebiet, mehrere Kilometer vom nächsten bewohnten Gebiet entfernt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber