Nordrhein-Westfalen

Weltrekord im Ruhr Museum: Dieses Mammut verblüfft

Aus Wolle wurde ein Riesen-Mammut – jetzt ist der Rekord offiziell. Wie dieses irre Häkelprojekt Geschichte schrieb.

07.05.2026, 16:19 Uhr

Im Ruhr Museum in Essen ist nach monatelanger Gemeinschaftsarbeit ein außergewöhnliches Kunstprojekt vollendet worden: das nach Angaben des Museums größte gehäkelte Mammut der Welt. Rund 1.600 handgefertigte Häkelquadrate, etwa 25.000 Meter Wolle und unzählige Stunden Arbeit flossen in das Werk. Das fertige Urzeittier misst 2,66 Meter in der Höhe, 4,20 Meter in der Länge und 1,37 Meter in der Breite – und fällt damit noch größer aus als ursprünglich geplant.

Weltrekord offiziell bestätigt

Für das Mammut gab es inzwischen auch die offizielle Anerkennung durch das Deutsche Rekordinstitut. Initiiert wurde das Projekt gemeinsam vom Ruhr Museum und dem Verein Zeit für Solidarität. In einem offenen Strickcafé im Museum arbeiteten zahlreiche Freiwillige Masche für Masche an dem Rekordversuch. Die einzelnen Häkelstücke wurden später zu einer großen äußeren Hülle zusammengesetzt.

Neben dem Rekord stand vor allem das gemeinschaftliche Miteinander im Mittelpunkt. Hunderte Beteiligte nutzten die Treffen nicht nur zum Handarbeiten, sondern auch zum Austausch bei Kaffee und Gebäck. Das Tragwerk unter der gehäkelten Oberfläche entwarf und baute der Gelsenkirchener Künstler Stefan Demming. Erstmals zu sehen ist das Mammut am 17. Mai beim Sommerfest im Schaudepot des Ruhr Museums.

Teil der Ausstellung „Überleben in der Eiszeit“

Das sogenannte Mega-Mammut ist Bestandteil der neuen paläontologischen Landesausstellung „Überleben in der Eiszeit“. Die Schau ist vor Kurzem gestartet und läuft bis Januar 2027 in der ehemaligen Kohlenwäsche der Zeche Zollverein. Gezeigt werden dort mehr als 350 Exponate, Animationen eiszeitlicher Landschaften und lebensnahe Tiermodelle.

Gehäkeltes Mammut - Rekord
Das Mega-Mammut ist fertig. Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Sonderausstellung versteht sich als Reise durch eine Welt zwischen Kälte und Wärme, Anpassung und Aussterben. Sie spannt den Bogen über 2,6 Millionen Jahre Erdgeschichte bis hin zu Bezügen zur Gegenwart.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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