Nordrhein-Westfalen

Bürgermeister warnt: Was die Schule jetzt dringend braucht

Tragödie in Dinslaken: Warum fuhr eine Autofahrerin in eine Kindergruppe? Zwei Zwölfjährige sterben, die Schule ringt um Halt.

28.05.2026, 07:38 Uhr

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall in Dinslaken, bei dem zwei zwölfjährige Schulkinder ums Leben kamen, hat die Stadt zusätzliche Hilfen zugesagt. Bürgermeister Simon Panke (SPD) erklärte auf Facebook, die betroffene weiterführende Schule werde unter anderem durch mehr Schulsozialarbeit, schulpsychologische Angebote und seelsorgerische Begleitung unterstützt. Zugleich betonte er, dass die Schulgemeinschaft nun vor allem Zeit und Ruhe brauche, um das Geschehen zu verarbeiten – insbesondere die Mitschülerinnen und Mitschüler der verstorbenen Kinder.

Auch weitere Betroffene sollen Unterstützung erhalten. Menschen, die den Unfall miterlebt haben und seelsorgerische Hilfe benötigen, können sich laut Panke an die Feuerwehr wenden. Den Angehörigen der getöteten Kinder sprach der Bürgermeister sein Mitgefühl aus. Für die Familien sei das Schlimmste eingetreten, was passieren könne. Auch unter Freunden, Lehrkräften und Mitschülern seien Trauer und Entsetzen groß.

Ermittlungen zur Ursache laufen weiter

Die Polizei untersucht weiterhin, wie es zu dem Unglück kommen konnte. Offizielle Angaben zu einer möglichen Ursache gab es zunächst nicht. Nach aktuellem Stand gibt es jedoch keine Hinweise auf ein vorsätzliches Handeln, hieß es am Unfallort. Nach Informationen der dpa könnte ein internistischer Notfall der Fahrerin zu dem Zusammenstoß geführt haben.

Die 47-jährige Autofahrerin war in eine Gruppe von drei Jungen gefahren, die mit dem Fahrrad offenbar auf dem Weg zur Schule waren. Zwei der Jungen im Alter von zwölf Jahren erlitten so schwere Verletzungen, dass sie später im Krankenhaus starben. Ein dritter Zwölfjähriger wurde leicht verletzt. Die Autofahrerin kam selbst schwer verletzt ins Krankenhaus.

Autofahrerin fährt Kinder an - drei Verletzte
Nach dem Unfall mit zwei toten Schulkindern bietet die Stadt Dinslaken Hilfe an. Quelle: Fabian Strauch/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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