Baden-Württemberg

«Müssen handeln»: 1860-Coach verteidigt Umbau

Bei 1860 München bahnt sich im Sommer ein harter Umbruch an: Mehrere Leistungsträger sollen gehen, sogar Kapitän Verlaat ist betroffen. Viele Fans sind fassungslos. Jetzt bricht der Coach sein Schweigen – und seine Worte dürften für neuen Zündstoff sorgen.

24.04.2026, 16:48 Uhr

Der TSV 1860 München wird sich nach der laufenden Saison von sechs Spielern trennen, darunter mehrere routinierte Profis. Trainer Markus Kauczinski verteidigte den personellen Umbruch einen Tag nach der Bekanntgabe und sprach von einer notwendigen Veränderung.

„Wir hatten das Gefühl, dass wir etwas ändern müssen“, sagte der Coach des Drittligisten. In der bisherigen Zusammensetzung habe er zuletzt nicht mehr die Überzeugung gehabt, dass die Mannschaft ihre Ziele erreichen könne. Viele angestoßene Ansätze hätten nicht den gewünschten Effekt gebracht. „Es ist uns nicht gelungen, die Leistungen konstant auf den Platz zu bringen. Deshalb kam es für uns nicht infrage, mit derselben Konstellation in die neue Saison zu gehen.“

Auch Verlaat erhält keinen neuen Vertrag

Von den auslaufenden Verträgen wird auch der von Kapitän Jesper Verlaat nicht verlängert. Der Niederländer steht seit vier Jahren bei den Münchnern unter Vertrag und genießt bei den Fans großes Ansehen. Entsprechend kritisch fiel ein Teil der Reaktionen auf die Entscheidung aus.

Kauczinski zeigte dafür Verständnis: „Jeder hat seine Favoriten, und mit Jesper können sich viele identifizieren.“ Neben Verlaat werden auch Maximilian Wolfram, Morris Schröter, David Philipp, Raphael Schifferl und Thore Jacobsen den Verein verlassen.

Auf die Frage, ob die Personalentscheidungen seine Startelf in den verbleibenden Saisonspielen beeinflussen werden – etwa vor dem Heimspiel am Samstag um 14.00 Uhr gegen den SSV Ulm – stellte Kauczinski klar, dass weiterhin allein die Leistung zähle. Verträge spielten bei der Aufstellung keine Rolle.

Totopokal als letztes großes Ziel

Sportlich hat 1860 München im Aufstiegsrennen zuletzt deutlich an Boden verloren. Sechs Ligaspiele in Serie ohne Sieg und lediglich vier Punkte in diesem Zeitraum haben die Chancen auf den Sprung nach oben zunichtegemacht.

Damit bleibt den „Löwen“ in dieser Saison vor allem noch das Finale im Totopokal gegen die Würzburger Kickers am 23. Mai. Der Gewinner des Endspiels qualifiziert sich für den DFB-Pokal.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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