Eintracht Frankfurt feiert wichtigen Heimsieg gegen den HSV
Eintracht Frankfurt hat am Ende des 8. Bundesliga-Spieltags auch sportlich ein Ausrufezeichen gesetzt. Die Hessen bezwangen den Hamburger SV mit 3:1 (1:1) und zogen mit nun elf Punkten in der Tabelle an den Norddeutschen vorbei auf Platz acht.
Besonders bemerkenswert war dabei das Debüt von Niko Ilicevic: Mit 16 Jahren und einem Tag ist er nun gemeinsam mit Youssoufa Moukoko der jüngste Spieler der Bundesliga-Geschichte.
Vor 59.600 Zuschauern sorgten ein Eigentor von Warmed Omari (10.), Raphael Onyedika (47.) und Younes Ebnoutalib (69.) für die Frankfurter Tore. Für den HSV, der mit neun Punkten auf Rang 15 liegt, traf lediglich Terem Moffi zum zwischenzeitlichen 1:1 (14.).
Starker Auftakt der Frankfurter
Nach dem 3:1 im Pokal in Hamburg rotierte Eintracht-Coach Adi Hütter kräftig und nahm vier Änderungen in seiner Startelf vor. Unter anderem saßen Mario Götze und Jonathan Burkardt zunächst nur auf der Bank. Beim personell angeschlagenen HSV wurde die Anfangsformation auf drei Positionen verändert.
Frankfurt legte druckvoll los und erspielte sich schnell erste Möglichkeiten. Can Uzun verzog nach einer Ecke knapp, kurz darauf scheiterte Ebnoutalib am stark reagierenden Daniel Heuer Fernandes. Beim nächsten gefährlichen Vorstoß fiel dann die Führung: Nach einer flachen Hereingabe von Fares Chaibi lenkte Omari den Ball im Abwehrversuch vor Ebnoutalib ins eigene Netz.
HSV findet schnell die Antwort
Der Rückstand wirkte wie ein Signal für die Gäste. Nur vier Minuten später gelang der Ausgleich. Nach einer misslungenen Klärungsaktion von Lilian Brassier brachte Albert Grönbaek den Ball in die Mitte, wo Moffi aus kurzer Distanz unbedrängt einschob.

In der Folge zeigte sich Hamburg offensiver, blieb nach vorne aber weitgehend ungefährlich. Defensiv stabilisierte sich der HSV dagegen und ließ bis zur Pause kaum noch nennenswerte Chancen der Gastgeber zu, deren Offensivspiel zunehmend an Schwung verlor.
Frankfurt entscheidet die Partie nach der Pause
Wie schon im ersten Durchgang erwischte die Eintracht auch nach Wiederanpfiff den besseren Start. Nur rund anderthalb Minuten nach Beginn der zweiten Halbzeit brachte Onyedika die Hausherren erneut in Front. Heuer Fernandes hatte einen Kopfball von Brassier noch abgewehrt, den Abpraller setzte Onyedika dann problemlos ins Tor.
Diesmal blieb Frankfurt am Drücker. Ein Treffer von Chaibi zählte wegen einer Abseitsstellung von Vorlagengeber Ansgar Knauff nicht. Beim sechsten Saisontor von Ebnoutalib war dann jedoch alles regelkonform. Kurz darauf verhinderte Heuer Fernandes mit einer starken Parade gegen Chaibi, dessen Schuss noch an die Latte lenkte, einen höheren Rückstand.
Chatzialexiou kommt als neuer Sportvorstand
Mit dem Erfolg rundete Frankfurt eine gelungene Woche ab. Neben dem Einzug ins Pokal-Achtelfinale machten die Hessen auch die Verpflichtung von Joti Chatzialexiou als neuen Sportvorstand perfekt. Er übernimmt den Posten ab dem 1. Februar 2027 als Nachfolger von Markus Krösche.
Der 50-Jährige wechselt vom 1. FC Nürnberg an den Main und unterschrieb in Frankfurt einen Vertrag bis zum 30. Juni 2030. In einem Interview bei Sky erklärte Chatzialexiou seinen Schritt so: „Es ist keine Entscheidung gegen den Club, sondern für meine Familie, für meinen Heimatverein, dort, wo ich groß geworden bin.“
Eintracht-Präsident und Aufsichtsratschef Mathias Beck lobte die Personalie: „Mit Joti Chatzialexiou gewinnen wir eine Persönlichkeit, die fachlich und menschlich hervorragend zu unserem Club passt.“
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber