Hessen

Drama in Runkel: Fünftes Opfer nach Fabrik-Unglück

Nach dem Fabrik-Unglück in Hessen gibt es ein weiteres Todesopfer – und die entscheidende Frage bleibt weiter unbeantwortet.

01.05.2026, 11:09 Uhr

Nach dem schweren Arbeitsunfall in einer Lederfabrik im hessischen Runkel ist nun auch der fünfte Betroffene gestorben. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten, erlag ein 60 Jahre alter Mann am Donnerstag in einem Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

Der Mann war Mitarbeiter einer Rohrreinigungsfirma aus dem rheinland-pfälzischen Montabaur. Nach Angaben eines Polizeisprechers sind damit inzwischen alle fünf an dem Unglück beteiligten Männer tot.

Am 16. April hatten Rettungskräfte fünf Männer aus einer Grube auf dem Betriebsgelände geholt. Drei von ihnen im Alter von 38, 58 und 59 Jahren wurden noch am Unglücksort tot aufgefunden. Zwei weitere Verletzte kamen mit lebensgefährlichen Verletzungen in Kliniken. Einer von ihnen, ein 35 Jahre alter Mitarbeiter des Betriebs, starb einige Tage später ebenfalls im Krankenhaus.

Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an

Die genaue Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Die Staatsanwaltschaft Limburg und das Polizeipräsidium Westhessen teilten mit, dass der genaue Unfallhergang noch Teil der laufenden Ermittlungen sei.

Im Raum steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung. Die Ermittlungen richten sich bislang gegen Unbekannt. Im Fokus stehen unter anderem Fragen zum Arbeitsschutz. So prüfen die Ermittler, ob die Männer beim Einstieg in die Grube Atemschutzgeräte und Schutzkleidung trugen. Außerdem wird untersucht, ob zu diesem Zeitpunkt Gasmessungen in der Grube durchgeführt wurden und in welcher Form dies geschah.

Das folgenschwere Unglück hatte in der rund 9.500 Einwohner zählenden Stadt Runkel große Bestürzung und Anteilnahme ausgelöst.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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