Augsburger Römerreliefs werden für Ausstellung nach Rom verliehen
Die Stadt Augsburg stellt für eine Ausstellung in Rom mehrere bedeutende Zeugnisse aus der Römerzeit zur Verfügung. Nach Angaben der Stadt sollen im Museo delle Civiltà drei römische Grabreliefs aus Augsburg präsentiert werden, die rund 1.800 Jahre alt sind.
Gezeigt werden die steinernen Reliefs von Oktober bis Januar in einer Schau, die sich mit dem Handel im Römischen Reich befasst. Insgesamt sollen dort voraussichtlich etwa 500 Exponate aus Museen in Italien und anderen Ländern zusammenkommen.
Die Augsburger Stücke zeigen Szenen aus dem Wein- und Textilhandel. Ursprünglich schmückten sie Grabmäler römischer Kaufmannsfamilien aus Augusta Vindelicum, dem antiken Namen Augsburgs.
Mit solchen Darstellungen stellten die Familien ihren Wohlstand und ihren geschäftlichen Erfolg zur Schau. Nach Einschätzung der Stadt heben sich die Reliefs vor allem durch ihren guten Erhaltungszustand und ihre detailreiche Ausführung hervor.
Augsburgs Stadtarchäologe Sebastian Gairhos erklärte, es sei eher kaum anzunehmen, dass die Auftraggeber dieser Grabmäler selbst jemals nach Rom gelangt seien. Umso bemerkenswerter sei es, dass nun ihre Reliefs diese Reise unternehmen können.
Neues Römermuseum und große Landesausstellung geplant
Der Name Augsburg geht auf den römischen Kaiser Augustus zurück, der die Gründung der Stadt vor mehr als 2.000 Jahren angestoßen haben soll. Später machten die Römer Augusta Vindelicum zur Hauptstadt der Provinz Raetien.

Um dieses römische Erbe zeitgemäß zu vermitteln, plant die Stadt in den kommenden Jahren ein neues Museum auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses in der Innenstadt. Von den vorgesehenen Investitionen in Höhe von 60 Millionen Euro will der Freistaat Bayern die Hälfte übernehmen.
Außerdem ist für das kommende Jahrzehnt eine große Römer-Landesausstellung vorgesehen, die neben Augsburg auch in Kempten und Straubing stattfinden soll.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion