Bayern

Waldbrand am Saurüsselkopf: Glutnester fordern Helfer weiter

Versteckte Glutnester, Helikopter, Spezialdrohne: Am Saurüsselkopf ist die Gefahr noch nicht vorbei.

13.05.2026, 14:43 Uhr

Der Einsatz am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen ist nach dem Waldbrand weiterhin nicht komplett beendet. Nach Angaben der Gemeinde Ruhpolding liegt der Schwerpunkt aktuell auf der Suche nach möglichen Glutnestern. Diese befinden sich teils tief im Waldboden, unter Wurzeln oder in totem Holz und müssen gezielt abgelöscht werden. In steilen Hanglagen laufen außerdem noch kleinere Nachlöscharbeiten.

Wärmebilder und Spezialdrohne im Einsatz

Um sich ein genaues Bild der Lage zu verschaffen, wurden am Vormittag Luftaufnahmen mit Wärmebildkameras erstellt, teilte die Gemeinde mit. Zusätzlich kommt eine Spezialdrohne zum Einsatz, die unter anderem Daten zu Brandflächen und versteckten Glutstellen liefert. Einsatzkräfte werden demnach per Hubschrauber auf den Berg gebracht und teils mit Seilwinden in schwer erreichbare Bereiche abgelassen. Vereinzelt wird auch noch Wasser aus der Luft abgeworfen.

Auch in Zonen, in denen der Brand bereits sicher gelöscht wurde, dauern die Arbeiten an. Dort beginnt inzwischen der Abtransport von Ausrüstung – ebenfalls mithilfe von Hubschraubern.

Gebiet bleibt gefährlich

Die Behörden bewerten den Bereich rund um den Brandherd weiterhin als gefährlich und warnen eindringlich davor, das Gelände zu betreten. Grund dafür sind unter anderem abbrechende Äste und umstürzende Bäume. Die zuvor gesperrte Bundesstraße 305 ist inzwischen wieder freigegeben, allerdings müssen Autofahrer dort stellenweise langsamer fahren.

Der Brand in dem schwer zugänglichen Gebiet an dem 1.270 Meter hohen Berg bei Ruhpolding im Landkreis Traunstein war Anfang Mai entdeckt worden. Kurz darauf wurde der Katastrophenfall ausgerufen, der bis Dienstag galt. Nach Einschätzung von Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) zählt das Feuer zu den größten Waldbränden in Bayern seit vielen Jahrzehnten.

Weitere Entwicklung beim Waldbrand am Saurüsselkopf
Um die Flammen zu löschen, waren auch Hubschrauber mit Löschwasserbehältern im Einsatz. (Archivbild) Quelle: Uwe Lein/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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