Wetter

Hagel-Schock: Gewitter drehen jetzt das Wetter

Heftige Gewitter beenden die Hitze: Regen, Hagel und Sturmböen treffen vor allem zwei Regionen – danach wird’s fast herbstlich.

16.07.2026, 11:44 Uhr

Kräftige Gewitter sorgen zum Start ins Wochenende für einen deutlichen Wetterwechsel in Deutschland. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gibt es dabei vor allem zwei Schwerpunkte: den Norden und Nordosten sowie die südliche Landeshälfte. Auslöser ist ein sogenanntes Höhentief, also ein Tiefdruckgebiet, das sich vor allem in höheren Luftschichten bemerkbar macht.

Bereits am Donnerstagnachmittag werden die ersten Gewitter im südlichen Rheinland-Pfalz bis hin zum Schwarzwald erwartet. Gegen Abend nimmt die Gefahr dann auch in ganz Baden-Württemberg und bis nach Bayern zu. In der zweiten Nachthälfte sollen die Gewitter nach Osten weiterziehen.

Laut DWD ist neben lokal begrenztem Starkregen mit bis zu 40 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit vor allem mit großem Hagel zu rechnen. Die Hagelkörner können etwa drei Zentimeter groß werden, im Südwesten sind vereinzelt sogar bis zu fünf Zentimeter möglich. Bei stärkeren Gewittern drohen zudem Sturmböen, punktuell sind auch orkanartige Böen nicht ausgeschlossen.

Am Freitag rückt Starkregen in den Vordergrund

Am Freitag verlagert sich das Höhentief in Richtung Nordsee. Dadurch entstehen im Laufe des Tages in vielen Regionen erneut teils kräftige Gewitter. Dann stehen neben Hagel und stürmischen Böen vor allem intensive Regenfälle im Fokus. Örtlich können in kurzer Zeit 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter zusammenkommen, vereinzelt auch bis zu 50 Liter.

Wegen der geringeren Sonneneinstrahlung steigen die Temperaturen nur noch auf maximal 30 Grad. Im Nordwesten, wo die Gewitterwahrscheinlichkeit niedriger ist, strömt mit nordwestlichem Wind bereits etwas kühlere Atlantikluft ein.

Ab dem Wochenende deutlich kühler

Am Wochenende nimmt die Unwettergefahr im Vergleich zu den Tagen davor wieder ab. Stattdessen setzt sich trockenere und kühlere Luft durch, wodurch die Temperaturen auf etwa 20 bis 25 Grad sinken. Im Norden erinnert das Wetter laut DWD stellenweise sogar schon an den Frühherbst.

Dazu kommen vielerorts dichte Wolken und auffrischender Wind, an den Küsten zeitweise auch stürmische Verhältnisse. Am Sonntag sind außerdem einzelne Schauer und kurze Graupelgewitter möglich. Die Höchsttemperaturen liegen dann nur noch zwischen 17 und 21 Grad.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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