Bayern

Waldbrand am Saurüsselkopf: Das ist jetzt los

Mit Helikoptern und enormem Aufwand stemmen sich Einsatzkräfte gegen den Alpen-Brand – doch jetzt droht der nächste Härtetest.

07.05.2026, 09:41 Uhr

Waldbrand am Saurüsselkopf bleibt vorerst unter Kontrolle

Der Waldbrand am Saurüsselkopf in den Chiemgauer Alpen hat sich in der Nacht nicht weiter ausgedehnt. Nach Angaben des Landratsamts Traunstein ist die Situation derzeit stabil. Zwar hatte auffrischender Wind zwischenzeitlich einige Glutnester erneut angefacht, doch nachdem der Wind nachließ, entspannte sich die Lage wieder. Auch der leichte Regen am Abend brachte am Berg kaum eine spürbare Veränderung.

Für die Einsatzkräfte bei Ruhpolding steht dennoch erneut ein intensiver Tag bevor. Rund um den Saurüsselkopf sind weitere Löschflüge vorgesehen. Ziel bleibt es, heiße Stellen zu kühlen, Glutnester gezielt zu bekämpfen und sowohl ein Wiederaufflammen als auch eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt weiterhin auf dem Schutz des Trinkwasserschutzgebiets. Nach Angaben von Landrat Andreas Danzer versorgt eine dortige Quelle etwa 30.000 Menschen mit Wasser.

Warnhinweise für Bevölkerung gelten weiter

Auch wenn für die Bevölkerung keine direkte Gefahr besteht, bleiben Warnungen wegen Rauch und Brandgeruch bestehen. Im Tagesverlauf könnte sich der Rauch in südöstliche Richtung ausbreiten und unter Umständen sogar Tirol erreichen.

Anwohnerinnen und Anwohner sollen deshalb bei Rauchentwicklung oder Ascheregen weiterhin Fenster und Türen geschlossen halten und Lüftungsanlagen möglichst vorübergehend abschalten. Menschen mit Atemwegserkrankungen wird geraten, körperliche Anstrengung und Sport im Freien in der Region zu vermeiden.

Bereits am Mittwoch waren rund 300 Kräfte im Einsatz, darunter etwa 215 Feuerwehrleute. Unterstützt wurden sie unter anderem von Bundespolizei, Landespolizei, Bergwacht, Rotem Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Technischem Hilfswerk und Bundeswehr. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber bezeichnete das Feuer als einen der größten Waldbrände, die Bayern in den vergangenen Jahrzehnten erlebt hat.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen