Bayern

Überraschung bei Bayerns G9-Abi: Schnitt 2,13!

Bayerns Abi-Jahrgang überrascht: 30.000 erhalten ihr Zeugnis – und die Noten fallen sogar besser aus als 2025.

25.06.2026, 15:51 Uhr

Bayerns Abiturienten erzielen im Schnitt 2,13

Die etwa 30.000 Abiturientinnen und Abiturienten in Bayern haben in diesem Jahr einen Durchschnitt von 2,13 erreicht. Nach Angaben des Kultusministeriums fällt das Ergebnis damit nicht nur besser aus als im Vorjahr, sondern auch im Vergleich zu den vergangenen zehn G8-Abiturjahrgängen, die im Mittel bei rund 2,25 lagen.

Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) würdigte die Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Zugleich erklärte sie, die erste Prüfungsphase im neuen G9 habe deutlich gemacht, dass die Beteiligten gut auf die neu gestaltete Oberstufe und die Abiturprüfungen vorbereitet gewesen seien.

Stolz sieht Vorteile durch mehr Zeit und individuelle Schwerpunkte

Stolz betonte, dass mit der Rückkehr zu mehr Lernzeit bewusst zusätzliche Möglichkeiten für eine persönliche Profilbildung geschaffen worden seien. Die Ergebnisse der vergangenen beiden Abschlussjahrgänge sowie die Leistungen in den Prüfungen wertete sie als Beleg dafür, dass die Jugendlichen ihre Begabungen und ihr Leistungsvermögen gut entfalten konnten.

Erster Abiturjahrgang im neuen G9

Der aktuelle Jahrgang ist der erste, der nach der Umstellung auf die reguläre neunjährige Gymnasialzeit – zusätzlich zu vier Jahren Grundschule – das Abitur abgelegt hat. Nach Einschätzung des Ministeriums werden voraussichtlich rund 98 Prozent der Schülerinnen und Schüler dieses ersten G9-Jahrgangs die Hochschulreife bestehen. Berücksichtigt wurden dabei Jugendliche an öffentlichen sowie staatlich anerkannten Schulen.

Philologenverband bewertet Reform positiv

Auch der Bayerische Philologenverband zog eine positive Bilanz. Dessen Vorsitzender Michael Schwägerl erklärte, ein zusätzliches Jahr Lernzeit und damit auch mehr persönliche Reife hätten sich klar bemerkbar gemacht. Der erste G9-Abiturjahrgang habe die Chancen der neuen Oberstufe genutzt und sich auch bei stärker kompetenzorientierten Aufgaben als gut vorbereitet erwiesen. Er gratulierte den Absolventinnen und Absolventen zu ihrem erfolgreichen Abschneiden.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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