Trickdiebstähle in Unterfranken: Polizei prüft möglichen Zusammenhang
In Unterfranken haben mutmaßliche Betrügerinnen in zwei Fällen Zugang zu Wohnungen älterer Menschen bekommen. In Schweinfurt entstand dabei ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro durch gestohlenen Schmuck, Bargeld und Gold. Die Polizei untersucht, ob die Taten miteinander verbunden sind.
Nach bisherigen Erkenntnissen klingelte in Schweinfurt eine bislang unbekannte Frau bei einer 93-Jährigen und gab sich als Mitarbeiterin der Caritas aus. Sie erklärte, sie sei schwanger, und bat darum, sich kurz setzen zu dürfen. Anschließend äußerte sie den Wunsch, etwas frische Luft zu schnappen, woraufhin sie gemeinsam mit der Seniorin auf den Balkon ging. Kurz darauf verließ die Frau die Wohnung wieder.
Erst danach bemerkte die 93-Jährige, dass aus einer Geldkassette im Schlafzimmer Schmuck, Bargeld und Gold im Wert von mehreren hunderttausend Euro fehlten. Die Ermittler vermuten, dass die Frau die Wohnungstür nicht vollständig geschlossen hatte, sodass möglicherweise ein Komplize unbemerkt eindringen konnte.
Ähnlicher Vorfall in Lohr am Main
Bereits einige Stunden zuvor war es in Lohr am Main im Landkreis Main-Spessart zu einem ähnlichen Geschehen gekommen. Dort ließ ein 90-jähriger Mann eine Frau in seine Wohnung, nachdem sie ihn um ein Glas Wasser gebeten hatte.
Als der Senior bemerkte, dass mehrere Schubladen geöffnet waren, sprach er die Unbekannte darauf an. Daraufhin verließ sie laut Polizei hastig die Wohnung. Nach ersten Erkenntnissen wurde in diesem Fall nichts gestohlen. Die Frau stieg anschließend in ein Auto und fuhr davon.
Die Polizei ermittelt in beiden Fällen weiter und bittet mögliche Zeugen um Hinweise.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber