Bayern

Schüsse in Oberfranken: Polizei stoppt Bewaffneten

Mit zwei Messern sorgt ein Mann bei Bamberg für einen Polizeieinsatz mit Schüssen – jetzt fällt die brisante Entscheidung.

13.09.2026, 10:12 Uhr

Polizeieinsatz in Oberfranken: Beamte schießen auf bewaffneten 38-Jährigen

In einem Ortsteil von Rattelsdorf im Landkreis Bamberg hat die Polizei auf einen 38 Jahre alten Mann geschossen. Nach Angaben der Ermittler war er mit zwei Messern unterwegs. Der Mann wurde dabei am Bein verletzt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht. Zu den Gründen seines Verhaltens liegen bislang keine Erkenntnisse vor.

Noch am Sonntag sollte der 38-Jährige einem Haftrichter vorgeführt werden. Dieser muss entscheiden, ob Untersuchungshaft angeordnet wird, eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung erfolgt oder der Mann nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus wieder freikommt.

Auslöser des Einsatzes waren mehrere Hinweise von Zeugen am Samstagmorgen, die von einem offenbar verwirrten Mann mit zwei Messern berichteten. Bei der anschließenden Suche, an der auch ein Hubschrauber beteiligt war, trafen Einsatzkräfte auf den Mann. Laut Polizei reagierte er auf die Ansprache der Beamten mit Drohungen. Pfefferspray und Warnschüsse hätten ihn nicht stoppen können.

Mit Taser gestoppt

Stattdessen soll der Mann weiter auf die Polizisten zugegangen sein. Daraufhin setzten diese ihre Schusswaffen ein und trafen ihn am Bein. Selbst danach habe er das Messer noch in der Hand gehalten und die Einsatzkräfte weiter bedroht. Erst weitere Beamte konnten ihn mithilfe eines Elektroschockgeräts überwältigen und festnehmen.

Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. Wie bei Polizeieinsätzen mit Schusswaffengebrauch üblich, prüft nun das Bayerische Landeskriminalamt unter Leitung der Staatsanwaltschaft Bamberg, ob der Waffeneinsatz rechtmäßig war.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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