Prozess in München wegen mutmaßlicher Misshandlung in Kinderkrippe gestartet
Vor dem Amtsgericht München muss sich seit heute Morgen eine Krippen-Erzieherin verantworten. Der Frau wird vorgeworfen, Kinder in ihrer Obhut körperlich und seelisch misshandelt zu haben.
Laut Anklage soll sie Kleinkinder mehrfach geschlagen, auf den Boden geworfen und erniedrigt haben. Zudem habe sie Kindern, die hungrig gewesen seien, zeitweise Nahrung verweigert. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr deshalb in zehn Fällen Misshandlung von Schutzbefohlenen vor.
Nach den Ermittlungen leitete die Beschuldigte von April 2024 bis zu ihrer Freistellung im Juli 2025 eine Gruppe, in der überwiegend ein- bis dreijährige Kinder betreut wurden. In zunächst unregelmäßigen, später offenbar häufiger auftretenden Situationen soll sie Kinder, denen sie ablehnend gegenüberstand, körperlich und verbal bestraft haben.
Als mögliches Motiv nennen die Vorwürfe unter anderem die Herkunft einzelner Kinder sowie fehlende Deutschkenntnisse.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber