Suche nach gestohlenem Keltengold in Mecklenburg-Vorpommern ohne Ergebnis
Nach drei Tagen haben die Ermittler ihre Suche nach dem in Bayern entwendeten Goldschatz in Plate bei Schwerin beendet. Wie das Bayerische Landeskriminalamt mitteilte, blieb der Einsatz trotz speziell ausgebildeter Spürhunde sowie Radar- und Röntgentechnik erfolglos. Auf dem Gelände des Hauptverdächtigen und seiner Lebensgefährtin konnten die Beamten weder die 411 fehlenden Goldmünzen noch einen verschwundenen Goldbarren aufspüren.
LKA-Sprecher Fabian Puchelt sagte, das Areal sei äußerst gründlich durchsucht worden. Inzwischen gelte es als sehr wahrscheinlich, dass sich der Schatz nicht mehr auf dem Grundstück befindet. Nun solle ausgewertet werden, ob die Aktion neue Ermittlungsansätze geliefert habe. Andernfalls seien die Behörden zunächst wieder auf weitere Hinweise angewiesen.
Das sogenannte Keltengold war im November 2022 aus dem Kelten Römer Museum im oberbayerischen Manching gestohlen worden. Vier Männer wurden später zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Großteil der Beute blieb jedoch verschwunden; nur ein kleiner Teil der Münzen tauchte wieder auf. Vor Gericht machten die Verurteilten keine Angaben zum Verbleib des Schatzes.
Verdacht gegen Partnerin des Hauptbeschuldigten
Die Ermittler waren davon ausgegangen, dass der größte Teil des Goldes auf dem Grundstück in Plate professionell versteckt worden sein könnte. Zudem steht die Partnerin des Hauptverdächtigen im Verdacht, Unterstützung beim Verkauf des Schatzes angeboten zu haben. Gegen sie wird wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Ihr Partner sitzt nach Angaben des LKA weiterhin in Untersuchungshaft in München; das gegen ihn ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Die Suchaktion war laut LKA über Monate hinweg vorbereitet worden. Dabei waren auch internationale Fachleute eingebunden. Unterstützung kam unter anderem von einer auf den illegalen Handel mit Kulturgütern spezialisierten Taskforce der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung half.
Bei der Durchsuchung ließen die Ermittler kaum eine Möglichkeit ungenutzt. Wände wurden auf mögliche Verstecke untersucht, Möbelstücke überprüft und das rund 1.000 Quadratmeter große Grundstück systematisch abgesucht. Dennoch blieb die aufwendige Aktion ohne Erfolg. Für das Museum in Manching bedeutet das, dass die Hoffnung auf die Rückkehr seines bekanntesten Ausstellungsstücks vorerst unerfüllt bleibt.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion