Bayern

Rätsel um die Fähre mitten in Bamberg

Keine Brücke, sondern eine Fähre: Warum sie in Bamberg nicht nur über die Regnitz bringt, sondern nebenbei auch Gutes tut.

03.05.2026, 04:00 Uhr

Fähre in Bamberg verbindet Ufer und unterstützt Jugendhilfe

Die Fähre in Bamberg ist längst mehr als nur eine Möglichkeit, die Regnitz zu überqueren. Sie gilt als beliebtes Angebot für Einheimische und Touristen gleichermaßen und erfüllt zugleich einen sozialen Zweck. Initiiert wurde das Projekt vom Don Bosco Jugendwerk. Für Projektleiter Felix Ströhlein gehört das Boot inzwischen fest zum Stadtbild der Stadt.

Die Einnahmen aus dem Fährbetrieb kommen der Arbeit mit jungen Menschen in schwierigen Lebenssituationen zugute.

An der heutigen Anlegestelle befand sich früher einmal ein Fußgängersteg. Später entstand im Bürgerverein Mitte die Idee, stattdessen eine Fähre einzusetzen. Ein festes Bauwerk vor dem Künstlerhaus Villa Concordia hätte nach Einschätzung der Beteiligten nicht gut zur barocken Umgebung gepasst.

Rund 80 Ehrenamtliche übernehmen laut Ströhlein die Einsätze und halten den Betrieb täglich von 10.30 Uhr bis zum Sonnenuntergang aufrecht. Ursprünglich war vorgesehen, auch Jugendliche aus dem Projekt „Zahltag“ einzubinden. Das lasse sich derzeit jedoch nur schwer umsetzen, da die Begleitung dieser jungen Menschen inzwischen oft deutlich aufwendiger sei. Die Anforderungen hätten sich verändert. Dennoch, so Ströhlein, sei die Fähre ein wichtiger Botschafter für die Arbeit des Jugendwerks geblieben. Zudem flössen die Erlöse weiterhin direkt in das Projekt.

Künftig könnte die Fähre auch für Jugendliche interessant werden, die gemeinnützige Arbeitsstunden leisten müssen. Nach den Vorstellungen der Verantwortlichen könnten sie ihre Sozialstunden beispielsweise nach dem Unterricht dort ableisten.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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