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Neuer «Tatort»: Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer legen los

Münchens «Tatort» startet neu: Nach Batic und Leitmayr übernehmen ihre Nachfolger – ihr erster Fall könnte Fans überraschen.

26.06.2026, 03:30 Uhr

Neue Münchner Ermittler starten beim Filmfest

Beim Münchner „Tatort“ hat eine neue Ära begonnen: Auf dem Filmfest München feierte die Folge „Zwischenwelten“ Premiere. Damit treten Carlo Ljubek und Ferdinand Hofer erstmals als neues Ermittlerduo an. Es ist zugleich der erste Münchner Fall seit vielen Jahrzehnten ohne Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec, deren Figuren Ivo Batic und Franz Leitmayr inzwischen im Ruhestand sind.

Erster gemeinsamer Einsatz in Neuperlach

Im Mittelpunkt steht ein Einsatz in einem tristen Plattenbau im Münchner Stadtteil Neuperlach. Dort lernen sich der SEK-Beamte Nikola Buvak (Ljubek) und der inzwischen zum Kommissar aufgestiegene frühere Assistent Kalli Hammermann (Hofer) kennen. Ein Mann hat sich in seiner Wohnung verschanzt, wird bei dem Einsatz angeschossen und später tödlich verletzt.

Bei ihm entdecken die Ermittler zahlreiche verkohlte Pässe und Kreditkarten. Darunter befinden sich auch Dokumente eines Familienvaters, der kurz zuvor brutal überfallen, beraubt und getötet wurde. Für den ermittelnden Staatsanwalt scheint der Fall damit klar.

Buvak zweifelt an der offensichtlichen Lösung

Doch Buvak, der aus Neuperlach stammt und früher bereits bei der Kripo war, wird misstrauisch. Nach einem Gespräch mit einer Jugendfreundin kommen ihm die Umstände immer seltsamer vor. Warum lief in der leerstehenden Nachbarwohnung des Verdächtigen der Fernseher auf voller Lautstärke? Und gibt es einen Zusammenhang mit dem Verschwinden einer 18-Jährigen aus einem benachbarten Hochhaus in derselben Nacht?

Der SEK-Mann entdeckt dabei seine alte Leidenschaft für die Kriminalpolizei wieder und beginnt in seinem früheren Viertel auf eigene Faust zu ermitteln. Schließlich überzeugt er auch Kalli, dass in dem Fall etwas nicht zusammenpasst.

Zwei Figuren, die den Münchner „Tatort“ prägen sollen

Die Folge dient nicht nur als Kriminalfall, sondern vor allem als Einführung für die neuen Gesichter des Münchner „Tatort“. Kalli Hammermann ist dem Publikum zwar schon seit Jahren bekannt, muss seine Rolle in der Kripo aber ohne seine früheren Chefs neu finden. Deren Fotos hängen weiterhin in seinem Büro. Er tritt nun ernster auf, trägt Anzug und wirkt wie jemand, der auch als möglicher künftiger Leiter der Kriminalpolizei wahrgenommen werden will.

Nikola Buvak wiederum kommt nach einem längeren Auslandseinsatz in Somalia zurück. Er fährt regelmäßig mit der U-Bahn zum Training mit den Kollegen, beantwortet Fragen nur ungern und fällt durch seine Vorliebe für das Essen anderer oder einen ständigen Hunger auf. Zugleich stellt er sich selbst die Frage, ob das SEK wirklich noch der richtige Ort für ihn ist – oder ob es ihn zurück zur Kripo zieht.

TV-Termin weiter offen, weitere Folgen geplant

Wann „Zwischenwelten“ regulär am Sonntagabend im Fernsehen zu sehen sein wird, ist weiter offen. Der Bayerische Rundfunk nennt bislang nur die „Tatort-Saison 2026/2027“. Bereits abgedreht ist jedoch ein zweiter Fall, ein dritter ist in Vorbereitung.

Bei der Premiere sagte Carlo Ljubek, er hoffe auf eine lange gemeinsame Zeit mit Ferdinand Hofer. An die rund 35 Jahre von Nemec und Wachtveitl reichten sie wohl kaum heran, meinte er scherzhaft.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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