Nürnberg setzt starkes Zeichen im Aufstiegsrennen
Der 1. FC Nürnberg hat seinen glänzenden Saisonstart in der 2. Bundesliga fortgesetzt und mit dem 4:1 (3:0) gegen Arminia Bielefeld den vereinseigenen Bestwert aus dem Jahr 1998 eingestellt. Die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose feierte den dritten Sieg im dritten Spiel und untermauerte damit ihre Ambitionen im Kampf um den Aufstieg.
Ein wichtiges Signal setzte der Club auch abseits des Platzes: Angreifer Mohamed Ali Zoma, an dem es offenbar großes Interesse gab, bleibt in dieser Transferperiode in Nürnberg. Sportvorstand Joti Chatzialexiou machte deutlich, dass der Stürmer nicht abgegeben wird. „Heute ist unser Deadline Day“, erklärte der Funktionär und bestätigte damit den Verbleib des Offensivspielers.
Zoma eröffnet, Markhiev trifft doppelt
Vor 36.269 Zuschauern brachte Zoma die Nürnberger früh in Führung. Nach einem Zuspiel von Finn Becker startete der gebürtige Italiener in der 11. Minute kurz hinter der Mittellinie ein starkes Solo, ließ Maxi Bauer stehen und schob überlegt zum 1:0 ein. Es war bereits sein viertes Saisontor.
Nur wenig später erhöhte Tim Janisch auf 2:0, als er eine Flanke von Becker in der 22. Minute direkt per Volley verwertete. Die mit durchschnittlich nur 22,7 Jahren sehr junge Nürnberger Anfangsformation bestimmte die Partie klar.
Noch vor der Pause sorgte Adam Markhiev für die Vorentscheidung. Sein Distanzschuss aus etwa 25 Metern wurde in der 38. Minute von Stefano Russo abgefälscht und landete zum 3:0 im Netz. Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Mittelfeldmotor auffällig und schnürte in der 67. Minute den Doppelpack, als ein abgewehrter Kopfball genau vor seinen Füßen landete und er von der Strafraumgrenze traf.

Bielefeld gelingt nur ein spektakulärer Ehrentreffer
Bielefeld, das wie Nürnberg bereits achtmal in die Bundesliga aufgestiegen ist, kam zwar vereinzelt zu Möglichkeiten, konnte Torhüter Jan Reichert zunächst aber nicht bezwingen. Der Keeper, der erst am Dienstag Vater eines Sohnes geworden war, parierte oder blieb vor der Pause ebenso unbezwungen wie in einer kurzen Druckphase der Gäste direkt nach Wiederanpfiff.
Erst Joker Marius Wörl erzielte für die Arminia den einzigen Treffer. In der 67. Minute überraschte er Reichert mit einem Heber aus mehr als 40 Metern, als der Nürnberger Schlussmann weit vor seinem Tor stand.
Starker Start, aber noch kein Garant
Mit dieser Form zählt Nürnberg aktuell klar zu den aussichtsreichen Teams im oberen Tabellenbereich. Der perfekte Start nährt die Hoffnung auf eine Saison im Zeichen des Aufstiegs. Allerdings zeigt ein Blick in die Vergangenheit, dass auch drei Siege zum Auftakt noch nichts garantieren: Bereits 1999/2000 begann der Club mit drei Erfolgen, schaffte am Ende aber dennoch nicht die Rückkehr in die Bundesliga.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber