Bayern

Daimler-Truck in Cheb: Darauf setzt Wunsiedel jetzt

Daimler Truck baut nahe Bayern ein Werk – im Fichtelgebirge wächst jetzt die Hoffnung auf den großen Aufschwung.

29.08.2026, 16:45 Uhr

Nordostbayern sieht Chancen durch Daimler-Truck-Werk in Cheb

Der Nordosten Bayerns rechnet sich Vorteile aus den Plänen von Daimler Truck für ein neues Werk im tschechischen Cheb aus. Nach Einschätzung von Wunsiedels Landrat Peter Berek (CSU) könnte ein Projekt dieser Größenordnung in unmittelbarer Grenznähe dem Fichtelgebirge einen spürbaren wirtschaftlichen Schub geben. Die Region wolle die Gelegenheit gezielt nutzen und sich sowohl für Unternehmen im Umfeld des Werks als auch für Beschäftigte als attraktiver Standort positionieren.

Berek betonte, dass eine so große Investition nur wenige Kilometer von der Landkreisgrenze entfernt nicht unbeachtet bleiben dürfe. Die wirtschaftlichen Verbindungen zwischen Cheb, dem Fichtelgebirge und der Karlsbader Region seien bereits heute eng. Die Grenzregion werde zunehmend als gemeinsamer Wirtschaftsraum verstanden.

Daimler Truck plant neues Montagewerk

Der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen hatte bereits im Frühjahr angekündigt, Teile seiner Lkw-Fertigung nach Tschechien zu verlagern. Bis zum Ende des Jahrzehnts soll in Cheb ein neuer Montagestandort entstehen. Vorgesehen ist dort eine Kapazität von etwa 25.000 Fahrzeugen jährlich. Geplant sind zudem mehr als 1.000 Arbeitsplätze.

Arbeitskreis soll Folgen der Ansiedlung begleiten

Im Landkreis Wunsiedel wurde inzwischen ein Arbeitskreis eingerichtet, der sich mit den Auswirkungen des neuen Werks im Nachbarland befassen soll. Darüber hinaus will der Landkreis die Zusammenarbeit mit der Stadt Cheb, der Karlsbader Region, tschechischen Wirtschaftsvertretern und Daimler Truck intensivieren.

Ziel ist es, die Stärken des Fichtelgebirges aktiv in die Gespräche einzubringen. Dabei geht es nicht nur um wirtschaftliche Möglichkeiten, sondern auch um die Wohn- und Lebensqualität, mit der die Region für Beschäftigte und ihre Familien werben kann.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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