Keine stationierten Flugzeuge in Fürstenfeldbruck geplant
Am Luftwaffenstandort Fürstenfeldbruck bei München werden künftig keine Flugzeuge untergebracht. Das bestätigte ein Sprecher der Luftwaffe auf Anfrage in München. Stattdessen soll das Gelände ab dem 1. Oktober für die Ausbildung von Rekrutinnen und Rekruten genutzt werden. Insgesamt sind dort etwa 240 Dienstposten vorgesehen.
Bereits zu Wochenbeginn hatte das Verteidigungsministerium bekanntgegeben, dass die Bundeswehr den Standort Fürstenfeldbruck anders als zunächst geplant nun doch nicht schließen wird. Stattdessen ist dort die Aufstellung eines neuen Ausbildungsbataillons der Luftwaffe vorgesehen. Hintergrund ist der Plan, die Bundeswehr personell deutlich zu verstärken.
Start eines neuen Ausbildungsbataillons
Nach Angaben des Luftwaffensprechers sollen im Oktober 2026 am Standort Fürstenfeldbruck neben dem Stab des Luftwaffenausbildungsbataillons 2 auch eine Ausbildungskompanie ihren Dienst aufnehmen. Zeitgleich soll in Untermeitingen ebenfalls eine Ausbildungskompanie entstehen.
Der Standort in Fürstenfeldbruck verfüge über genügend Möglichkeiten und Kapazitäten, um Wehrdienstleistende aufzunehmen, unterzubringen und im Rahmen der Heimatschutzausbildung der Streitkräfte auszubilden.
Neuordnung der Grundausbildung
Um künftig mehr Soldatinnen und Soldaten ausbilden zu können, organisiert die Luftwaffe ihre Grundausbildung derzeit neu. Insgesamt sind sieben Ausbildungskompanien an den Standorten Fürstenfeldbruck, Roth bei Nürnberg und Untermeitingen im Landkreis Augsburg geplant.
Fürstenfeldbruck liegt etwa 30 Kilometer westlich von München. Ursprünglich war vorgesehen, den Bundeswehrstandort zum 31. Dezember 2030 aufzugeben. Der dortige Fliegerhorst blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber