Neue "Mango-Koalition" tritt im Münchner Rathaus geschlossen auf
Die neue sogenannte Mango-Koalition hat sich im Münchner Rathaus demonstrativ geeint und parteiübergreifend präsentiert. Kurz vor der Unterzeichnung des Koalitionsvertrags erklärte Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne), alle Beteiligten hätten große Kompromissbereitschaft bewiesen, ohne sich in Einzelstreitigkeiten zu verlieren. Das Bündnis aus Grünen, SPD, FDP, Freien Wählern und Rosa Liste wolle die großen Herausforderungen der Stadt gemeinsam anpacken und tragfähige Lösungen finden.
Bei den Freien Wählern war mit Michael Piazolo auch ein in der Landespolitik bekanntes Gesicht vertreten. Der frühere bayerische Kultusminister betonte seine besondere Verbundenheit zur Kultur. Passend dazu liegt in der Stadtratsfraktion seiner Partei die Zuständigkeit für die Auswahl des künftigen Kulturreferenten.
CSU benennt Kandidaten für das Kommunalreferat
Obwohl die CSU nicht Teil des Regierungsbündnisses ist, besitzt sie das Vorschlagsrecht für das Kommunalreferat. Nach Angaben von Krause wurde dafür der berufsmäßige Stadtrat Alexander Dietrich ins Spiel gebracht. Angesichts der aktuellen Lage sei es angemessen, auch über die Grenzen der Mehrheitsfraktionen hinaus zusammenzuarbeiten, sagte der Oberbürgermeister.
Der Koalitionsvertrag trägt den Titel „Aufbruch und Erneuerung. Zusammenhalt und Verlässlichkeit. Für München“ und umfasst rund 35 Seiten. Ein zentrales Thema des Papiers sind geplante Einsparungen von etwa 500 Millionen Euro. Den Namen "Mango-Koalition" hatte Krause selbst für das neue Bündnis vorgeschlagen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion