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Mallorca-Prozess: Schwere Vorwürfe gegen Deutschen

Schwere Vorwürfe in Palma: Eine Frau spricht von Betäubung und Vergewaltigung – der angeklagte Deutsche behauptet das Gegenteil.

16.09.2026, 17:20 Uhr

Ein Deutscher, der auf Mallorca lebt, muss sich in Palma wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft verlangt eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren. Nach Darstellung der Anklage soll der Mann im Oktober 2022 eine stark alkoholisierte Frau in deren Wohnung in Palma vergewaltigt haben.

Der Angeklagte räumte vor Gericht ein, mit der Spanierin im Bett gewesen zu sein. Seiner Aussage nach sei der sexuelle Kontakt jedoch einvernehmlich gewesen. Zu Geschlechtsverkehr sei es wegen Erektionsproblemen nicht gekommen.

Kennengelernt hatten sich beide laut Gerichtsverhandlung auf einer nächtlichen Feier, bei der sie von einer gemeinsamen Bekannten miteinander bekannt gemacht wurden. Die Frau erklärte demnach, sie habe den Deutschen zunächst attraktiv gefunden. Als sie erfahren habe, dass er verheiratet sei, habe sie jedoch das Interesse verloren.

An den weiteren Verlauf der Nacht könne sie sich nach eigenen Angaben nicht erinnern. Sie wirft dem Mann vor, ihr Drogen ins Getränk gemischt zu haben. In den Gerichtsunterlagen heißt es jedoch, dass Ärzte bei einer Untersuchung am folgenden Tag keine entsprechenden Spuren festgestellt hätten.

Der Angeklagte sagte dagegen aus, die Frau habe den ganzen Abend mit ihm geflirtet, sei jederzeit bei Bewusstsein gewesen und habe keinen Widerspruch gegen intime Annäherungen geäußert. Eine Penetration habe es aus seiner Sicht nicht gegeben.

Mit einem Urteil wird nicht kurzfristig gerechnet; die Entscheidung könnte erst in einigen Wochen oder sogar Monaten fallen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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