Bayern

Jetzt wieder erlaubt: Surfen auf der Eisbachwelle

Nach dem tödlichen Eisbach-Drama war Schluss – jetzt erlaubt Münchens neuer OB das Surfen plötzlich wieder.

08.05.2026, 16:03 Uhr

Eisbachwelle in München wieder für Surfer geöffnet

Auf der Eisbachwelle im Englischen Garten darf ab sofort wieder gesurft werden. Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) gab die Welle frei, nachdem eine überarbeitete Allgemeinverfügung veröffentlicht worden war. Die Entscheidung fiel nur wenige Stunden nach dem Beschluss zur neuen Koalition im Rathaus.

Krause betonte, das Surfen am Eisbach gehöre fest zu München und die Welle sei längst ein Symbol der Stadt. Nach seinen Worten war es ihm von Anfang an wichtig, die Nutzung möglichst schnell wieder zu ermöglichen. Dabei habe er eng mit der Münchner Surfcommunity zusammengearbeitet, die in zwei Vereinen organisiert ist.

Nutzung nur für erfahrene Flusssurfer

Nach den neuen Vorgaben dürfen nur geübte und erfahrene Flusssurfer die Welle nutzen – und zwar auf eigenes Risiko sowie nur bis 22 Uhr. Zudem gelten mehrere Sicherheitsauflagen. Dazu zählt unter anderem eine spezielle Leine am Surfbrett, die sich bei starkem Zug selbst lösen soll. Damit soll verhindert werden, dass jemand zusammen mit dem Brett unter Wasser gezogen wird.

Hintergrund der bisherigen Sperre war ein schwerer Unfall im April des vergangenen Jahres. Eine 33-jährige Surferin war damals unter Wasser geraten, nachdem sich die Leine ihres Boards verhakt hatte. Sie starb später im Krankenhaus. Eine eindeutige Ursache für das Unglück konnte nicht festgestellt werden.

Zwischenzeitlich war das Surfen zwar zeitweise wieder möglich, zuletzt hatte der frühere Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) die Nutzung jedoch untersagt. Nach der sogenannten Bachauskehr im vergangenen Herbst verschwand die Welle zunächst, weil im Flussbett natürliche Hindernisse fehlten. In der Folge wurden mehrfach künstliche Hindernisse eingebracht und wieder entfernt. Immer wenn sich erneut eine surfbare Welle bildete, wurde dort trotzdem gesurft – allerdings ohne Erlaubnis.

Trauerbekundung an der Eisbachwelle
Der Unfall hatte für Bestürzung gesorgt. (Archivbild) Quelle: Peter Kneffel/dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Topaktuell Redaktion

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