Bayern

Hier fällt der Feiertag im Freistaat aus

Feiertag in Bayern? Nicht überall! Warum in Nürnberg & Co. heute trotzdem geshoppt wird, überrascht viele.

15.08.2026, 04:00 Uhr

Vor allem in Südbayern steht fest: Mariä Himmelfahrt ist ein gesetzlicher Feiertag. In vielen Teilen Nordbayerns gilt das jedoch nicht. Dort bleiben am heutigen Samstag in zahlreichen Städten und Gemeinden die Geschäfte geöffnet, darunter in Nürnberg, Bayreuth, Hof, Erlangen und Fürth.

Hintergrund ist eine besondere bayerische Regelung: Nur in Kommunen, in denen mehr katholische als evangelische Einwohner leben, ist der 15. August ein offizieller Feiertag. Überwiegt dagegen die evangelische Bevölkerung, gilt der Tag grundsätzlich als normaler Werktag – sofern er nicht ohnehin auf ein Wochenende fällt. In diesem Jahr fällt Mariä Himmelfahrt auf einen Samstag. Dennoch dürfen Läden in mehrheitlich evangelisch geprägten Orten öffnen.

Seit Jahren nutzen viele Menschen diese Situation, um am 15. August zum Einkaufen in Städte wie Nürnberg oder Bayreuth zu fahren, etwa aus ländlichen Regionen der Oberpfalz.

Nach Angaben des Landesamts für Statistik ist Mariä Himmelfahrt in 1.708 Gemeinden ein Feiertag, in 348 Kommunen dagegen nicht. Wer wissen möchte, wie die eigene Kommune eingestuft ist, kann dies über eine Datenbank des Landesamts prüfen.

Bedeutendes Fest der Marienverehrung

In der katholischen Kirche ist der 15. August mit vielfältigen Bräuchen verbunden. So werden nach Angaben des Erzbistums München und Freising in Gottesdiensten traditionell Kräutersträuße gesegnet. Offiziell trägt das Fest den Namen Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel und zählt zu den wichtigsten Marienfesten.

Gefiert wird dieser Tag bereits seit dem 5. Jahrhundert. Einen direkten biblischen Beleg dafür gibt es zwar nicht, doch zahlreiche Überlieferungen berichten davon, dass Maria, die Mutter Jesu, nach ihrem Tod mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen worden sei. Papst Pius XII. erhob diese Glaubensvorstellung im Jahr 1950 zum Dogma und machte sie damit zu einem verbindlichen Bestandteil der katholischen Lehre.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

Zurück zur Startseite →
Kommentare 0
Hinterlassen Sie Ihren Kommentar

TOP Neueste Meldungen