Bayern

Herzogstandbahn: Unten wird alles neu

Noch einmal hoch hinaus: Am Sonntag fährt die Herzogstandbahn vorerst zum letzten Mal. Danach ändert sich am Walchensee alles.

21.10.2026, 11:54 Uhr

Herzogstandbahn erhält neue, fast barrierefreie Talstation

Die Herzogstandbahn am Walchensee steht vor einem umfassenden Umbau: Die Talstation wird modernisiert und soll künftig weitgehend barrierefrei sein. Wer noch einmal vor Beginn der Arbeiten mitfahren möchte, hat dazu am kommenden Sonntag die letzte Gelegenheit. Ab Montag wird der Betrieb dann bis Pfingsten des nächsten Jahres eingestellt. Die vollständige Fertigstellung der neuen Talstation ist für November kommenden Jahres vorgesehen.

Schon jetzt laufen erste vorbereitende Arbeiten parallel zum regulären Betrieb. Wie die Betreiber mitteilten, liegt nach dem positiven Bescheid des Landratsamts Bad Tölz-Wolfratshausen inzwischen die offizielle Genehmigung für den Baustart in Kochel am See vor.

Das bisherige Gebäude der Talstation soll vollständig abgetragen und durch einen energieeffizienten Neubau ersetzt werden. Dieser wird weitgehend barrierefrei gestaltet. An der technischen Ausstattung der Seilbahn, der Streckenführung sowie an der Beförderungskapazität ändert sich jedoch nichts.

Beliebtes Ziel für Ausflügler aus München

Der Herzogstand ist seit langem ein gefragtes Ausflugsziel, besonders für Besucher aus München. Bereits seit 1954 verbindet die Bahn den Walchensee mit dem Berg. Rund 155.000 Fahrgäste nutzen das Angebot jedes Jahr.

Bis 1994 verkehrte dort noch ein Sessellift, der mit einer Steigung von bis zu 88 Prozent als eine der steilsten Seilbahnen Europas galt. Heute bringt eine Kabinenseilbahn die Gäste in nur vier Minuten auf etwa 1.600 Meter Höhe. Von der Bergstation aus führt der Weg weiter zum Gipfel, von wo sich ein eindrucksvoller Blick auf den Walchensee und die umliegende Alpenlandschaft bietet.

Herzogstand
Das Herzogstandgebiet lockt stets zahlreiche Wanderer an. (Archivbild) Quelle: picture alliance / dpa

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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