Fünf neue Träger des Exzellenzstatus in Deutschland
Drei weitere deutsche Universitäten sowie zwei Hochschulverbünde dürfen künftig den Titel „Exzellenzuniversität“ tragen und erhalten damit Fördermittel in Millionenhöhe. Das gaben Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzender der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) bei einer Pressekonferenz in Bonn bekannt.
Neu ausgezeichnet wurden die Universitäten Freiburg, Jena und Köln. Hinzu kommen zwei Verbünde: die Rhein-Main-Universitäten mit den Standorten Darmstadt, Mainz und Frankfurt am Main sowie das „Ruhr Innovation Lab“ aus TU Dortmund und Universität Bochum. Einzeluniversitäten können mit bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr rechnen, Verbünde mit bis zu 28 Millionen Euro jährlich.
Überprüfung alle sieben Jahre
Bereits bisher erhielten neun Universitäten und ein Verbund diese besondere Förderung von Bund und Ländern. Dazu zählen Aachen, Bonn, Dresden, Hamburg, Heidelberg, Karlsruhe und Tübingen. In München sind sowohl die TU München als auch die LMU vertreten. Außerdem wird der Zusammenschluss der drei Berliner Universitäten FU, HU und TU gefördert. Für diese Einrichtungen war die Förderung im Frühjahr um weitere sieben Jahre verlängert worden.
Der Exzellenzstatus ist jedoch nicht dauerhaft garantiert: Alle sieben Jahre wird überprüft, ob die Voraussetzungen für die Förderung weiterhin erfüllt werden.
Cluster als Voraussetzung für den Titel
Neben der Förderung als Exzellenzuniversität umfasst die sogenannte Exzellenzstrategie auch die Unterstützung von Exzellenzclustern. Dabei handelt es sich um besondere Forschungsprojekte, die von einer oder mehreren Hochschulen gemeinsam getragen werden. Im vergangenen Jahr wurden Vorhaben an 43 Universitäten in 13 Bundesländern für diese Förderung ausgewählt. Eine ausreichende Zahl solcher Cluster gilt als wichtige Voraussetzung, um überhaupt Chancen auf den Titel Exzellenzuniversität zu haben.
Künftig mehr Geld für die Exzellenzstrategie
Für die Exzellenzstrategie stellen Bund und Länder derzeit jährlich insgesamt 687 Millionen Euro bereit. Ab dem kommenden Jahr steigt die Summe nach Angaben des Bundesforschungsministeriums auf 747 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 75 Prozent, die jeweiligen Länder tragen 25 Prozent.
Ziel der seit Jahren laufenden Wettbewerbe ist es unter anderem, die internationale Sichtbarkeit und das Ansehen deutscher Hochschulen zu stärken. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gibt es in Deutschland insgesamt 421 Hochschulen.
Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber