Bayern

Bahn-Chaos hält an – Ende der Sperrung völlig offen

Nächster Bahn-Dämpfer: Die Strecke Augsburg–Ingolstadt bleibt länger dicht – ausgerechnet ein Wasserproblem stoppt den Neustart.

28.10.2026, 17:20 Uhr

Auf der Bahnverbindung zwischen Augsburg und Ingolstadt müssen Fahrgäste auf einem Abschnitt vorerst weiter auf Busse ausweichen. Wie die Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn mitteilte, kann die Sperrung zwischen Augsburg-Hochzoll und Dasing entgegen der bisherigen Planung nicht Mitte November beendet werden. Als Ursache nennt das Unternehmen besonders komplizierte Arbeiten am Bahnhof Friedberg.

Ein neues Datum für die Wiederaufnahme des Zugverkehrs auf dem gesperrten Abschnitt kann DB InfraGo derzeit noch nicht nennen. Die Strecke ist bereits seit Juli dicht. Nach Angaben des Unternehmens stehen noch Prüfungen und Genehmigungen aus, außerdem weitere Bauarbeiten sowie die abschließenden Abnahmen. Einen neuen Termin wolle die Bahn erst bekanntgeben, wenn dieser nach dem Baufortschritt verlässlich eingehalten werden könne.

Probleme mit Wasser und Bodenverhältnissen

Am Bahnhof Friedberg laufen umfangreiche Maßnahmen: Der Gleisuntergrund soll stabilisiert, die Station barrierefrei ausgebaut und ein elektronisches Stellwerk errichtet werden. Dabei erweist sich der Baugrund laut Bahn als besonders schwierig. Vor allem die Entwässerung der Anlagen bereitet Probleme. Zusätzliche Wassermengen hätten in der ursprünglichen Planung nicht ausreichend Berücksichtigung gefunden. Zudem habe sich gezeigt, dass in großer Tiefe kein Boden vorhanden sei, durch den Wasser ausreichend versickern könne.

Erst vor wenigen Wochen war ein weiterer Abschnitt der Strecke zusätzlich betroffen. Zwischen Schrobenhausen und Ingolstadt trat eine Gleisverwerfung auf, die umgehend repariert werden musste. Auch dort kamen zeitweise Ersatzbusse zum Einsatz. Für Reisende zwischen Augsburg und Ingolstadt bedeutete das teils dreimaliges Umsteigen oder Fahrten über andere Strecken. Der Zugbetrieb auf der Linie wird von der Bayerischen Regiobahn (BRB) durchgeführt.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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