Bayern

Darum rast Bayerns feuerroter Schnellzug jetzt los

Direkt und pfeilschnell nach Italien? Der Frecciarossa kommt – doch vor dem Start warten hunderte Testfahrten. Ab wann geht’s los?

02.09.2026, 16:00 Uhr

Die Deutsche Bahn erprobt in Bayern derzeit den italienischen Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa 1000 für eine künftige Direktverbindung nach Italien. Damit der Zug auch auf deutschen Strecken eingesetzt werden kann, mussten die Hersteller nach Angaben der Bahn unter anderem Antrieb, Bremsen und Stromabnehmer anpassen. Seit Mitte Juni finden mit dem ersten umgebauten Fahrzeug Testfahrten auf den Abschnitten Nürnberg–Ingolstadt sowie Leipzig–Erfurt statt.

Ab Sommer 2027 sollen Reisende mit den Frecciarossa-Zügen ohne Umstieg von München nach Rom und München nach Mailand fahren können. Zuvor hatte die Bahn einen Start bereits zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026 vorgesehen. Die neue Verbindung soll die Reisezeiten verkürzen: nach Rom um 45 Minuten, nach Mailand um 75 Minuten.

Bis zu 300 Testtage vorgesehen

Der Name Frecciarossa bedeutet übersetzt „roter Pfeil“. Entsprechend schnell soll der Zug auch in Deutschland unterwegs sein: Bei den mehrmonatigen Erprobungen wird nach DB-Angaben auch die Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h getestet. Parallel dazu laufen seit August in Österreich weitere Probefahrten mit einem zweiten angepassten Zug, unter anderem auf den Strecken Kufstein–Brenner sowie Salzburg–Wien. Insgesamt sind rund 300 Testtage geplant.

Die Bahn bezeichnet den Zeitplan als anspruchsvoll. Für die neue internationale Verbindung werden neun Frecciarossa-Züge technisch umgerüstet und mit den jeweiligen nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet. Anschließend ist eine neue Zulassung für das deutsche und österreichische Schienennetz erforderlich; in Italien muss ebenfalls eine erneute Zulassung erfolgen.

Quelle: dpa/bearbeitet durch Julian Weber

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